Selbstgemachte Tomatensoße für heute oder für immer

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Hiermit steht fest, ich werde keine gehackten, ganzen oder pürierten Tomaten mehr kaufen, um daraus eine leckere Soße für Nudeln zu kochen. Ich koche meine Tomatensauce nämlich ab jetzt aus frischen Tomaten komplett selbst ein. Auf Vorrat. Für den Sommer, Herbst, Winter und Frühling, so lange bis die nächsten frischen Tomaten auf den Markt kommen. Da kommt mir Anneliese mit seiner Joghurtsucht ganz gelegen und die zwanzig leeren Gläser finden nun Verwendung. (Nicht das ich nicht ein ganzes Lager an Einmachgläsern hätte.)

Schon lange bin ich Fan von Eingemachtem, Eingekochtem und Eingelegtem. Das hat sich bisher aber eher auf das Kochen von Konfitüren, Einmachen von Birnen und Einlegen von Käse beschränkt. Da wir seit diesem Jahr endlich einen eigenen Balkon mit Tomatenpflanze, Kürbis, Kräutern, Radieschen und Rucola haben und fast tagtäglich auf frisch Gewachsenes zurückgreifen können, habe ich letzte Woche mit unseren eigenen Tomaten experimentiert. Dies hat zu einigen Jubelschreien, Freudentänzen, genießerischen Seufzern und ständigem Naschen geführt. Alles geduldig geduldet von Anneliese.

Für die weltbeste Tomatensoße (1 Portion/ ca. 500 ml) (am besten macht ihr gleich die 10fache Menge)

Aromatische und frische Tomaten, bei mir: 1 Ochsenherz, 3 Kumato, 10 kleine Cocktailtomaten, 2 Fleischtomaten vom Balkon

1 große Zwiebel

3 Zehen Knoblauch

Ca. 3 EL Olivenöl

Salz

1/2 TL Chiliflocken

einige Blättchen Oregano und Majoran (oder was ihr gerne mögt)

schwarzer Pfeffer

Tomaten gut waschen und grob schneiden. Der Stielansatz kann hier mitverwertet werden. Tomaten in eine hochwandige Auflaufform füllen, sie dürfen dabei auch übereinander liegen. Zwiebel schälen und grobe Spalten schneiden. Ebenso den Knoblauch schälen und grob hacken. Beides zu den Tomaten geben. Mit Olivenöl, Chiliflocken  und Salz mischen. Einige Blättchen/Zweige von Oregano, Majoran, Thymian oder was ihr verwenden wollt darüber streuen.

Backofen auf 140 Grad vorheizen. Die Tomaten darin 40 Minuten schmoren. Backofen auf 200 Grad höherstellen und die Tomaten 15-20 Minuten weiter schmoren. Nach dieser Zeit sollte man schon sehen, dass die Schale sich leicht löst, etwas Flüssigkeit da ist, die blubbert und die Tomaten einen sensationellen Duft verströmen.

Die Zweige der Kräuter entfernen, einzelne Blättchen können im Sugo verbleiben. Am besten in ein hohes Gefäß umfüllen und dort kurz und grob pürieren. In sehr saubere Gläser füllen (am besten ab 300 ml). Diese auf ein Backblech stellen, das ca. 2 cm hoch mit Wasser gefüllt ist und bei 100 Grad nochmals ca. 40 Minuten im Ofen einkochen. So stellt ihr sicher, dass sich die Tomatensoße auch wirklich lange hält. Nach dem Einkochen die Soße unbedingt sehr gut abkühlen lassen, an einem heißen Tag am besten in den Kühlschrank stellen. So verhindert ihr, dass sie nachgärt und schlecht wird. Einmal durchgekühlt an einem kühlen dunklen Ort aufbewahren und benutzen, wann immer man dazu Lust hat. Den schwarzen Pfeffer frisch, nach dem Aufwärmen und kurz vor dem Servieren hinzufügen.

8 comments

  1. Die Frau Mama erntet fleißig jeden Tag die schönsten Tomaten, damit Frau Tochter am Samstag einen Korb mitnehmen kann. Den Rest werde ich dann auch mal nach dem Rezept zubereiten, mir läuft jetzt schon das wasser im Mund zusammen—mmhh

  2. Nachdem ich deine Tomatensauce vor ein paar Wochen zum ersten Mal ausprobiert und eingemacht hab, hab ich gestern das letzte Glas verbraucht.
    Wirklich superlecker und einfach und zaubert selbst im tiefsten Herbst noch den Sommer auf den Teller. 🙂 Das muss ich auf jeden Fall wieder machen.

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