Auf einen Vinho Verde mit Esther nach Portugal oder Weingenuss mit Fächerkartoffeln und grünem Schmand

Dieser Artikel enthält Werbung für Vinho Verde, Werbung für meine Freundin Esther und für das wunderbare Reiseland Portugal.

Fächerkartoffeln mit grünem Schmand und einer Flasche Vinho Verde aus Portugal - lenasfoodforfriends

Es war einmal 2009, als meine liebe Freundin Esther und ich uns mit zwei riesengroßen und schweren Backpacking-Rucksäcken auf nach Portugal machten. Im Gepäck viele Pläne, was wir sehen, wo wir übernachten und wie wir reisen wollten. Aber wie es so ist, auf Rucksackreisen ohne großes Budget, das Leben hatte was anderes mit uns vor. Alle angepeilten Hostels waren schon belegt, alle Rail-Tickets schon verkauft und wir verbrachten den ersten Tag im Internetcafe, um geeignete Unterkünfte zu finden.

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Wurzelgemüseeintopf oder Hanni in der großen weiten Welt

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Wer träumt nicht davon, die ganze weite Welt zu erkunden? Mal hierhin, mal dorthin zu reisen. Ein Jahr in Amerika, 5 Monate auf Teneriffa nun eine gefühlte Ewigkeit in Portugal. Weil Hanni genau dies macht, bleibt mir nichts anderes übrig, als unseren Wurzeleintopf alleine zu kochen. Das ist nämlich das Gute an Hanni, sie isst alles (naja außer Brot, Eier, Milch & Zucker, was ja wirklich nicht viel ist) – man kann also jedes Gericht mit ihr ausprobieren. Auch einen Wurzelgemüseeintopf, bei dem die meisten Leute nur den Kopf schütteln und sich fragen, was das denn alles sein soll, in dem Eintopf. (Ich gucke jetzt mal keinen an.)

Das entsprechende Rezept aus der Deli, einer wie ich finde sehr schönen Kochzeitschrift, haben wir schon letzten Winter getestet. Nun ich also alleine, so blieb auch das ganze Schälen und Schneiden an mir hängen, was sonst meistens Ingeborg übernommen hatte. Ich hätte also ganz frei Schnauze auch Brot, Eier, Milch & Zucker verwenden können – Hanni ist ja nicht da – macht aber keinen Sinn in so einem Eintopf.

In den gehört nämlich:

1 Süßkartoffel

4 dünne Pastinaken (oder 2-3 dicke)

3 Karotten

1 Steckrübe

1 weiße und 1 rote Zwiebel

1 Dose gehackte Tomaten

200 ml Weißwein (mein Wein war eine Huxelrebe Spätlese 2012 vom Weingut Gysler)

2 rote Peperoni (auch Pfefferschoten genannt) (wer es milder mag, nimmt nur 1)

200 ml Wasser (am besten die Tomatendose mit den 200 ml ausspülen)

30 g Rosinen (ich wiege nicht, bei mir war‘s eine Hand voll)

20 g Pinienkerne (auch hier hab ich nicht gewogen)

Salz

Pfeffer

1 Prise Zimt

1 Zweig Rosmarin

Glatte Petersilie

 

Die Zutatenliste zum ausdrucken: Wurzelgemüseeintopf-Zutaten

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Zunächst die beiden Zwiebeln in dünne Ringe schneiden und die Pfefferschote(n) sehr klein hacken. Danach das ganze Wurzelgemüse schälen und in feine Streifen schneiden, etwa 1cm breit und 5 cm lang. Etwas Olivenöl in einem großen Bräter erhitzen (ich hab einen normalen Topf verwenden müssen, da ich momentan noch keinen Bräter besitze, wünsche mir aber den Guseisernen Bräter von Le Creuset in Marseille, rund, 24 cm, falls irgendjemand sich so frei fühlt, mir noch was zu Weihnachten schenken zu wollen), also Olivenöl im Topf oder Bräter erhitzen und die Zwiebeln & Pfefferschoten darin andünsten. Mit 200 ml Weißwein ablöschen, die gehackten Tomaten dazugeben, die Dose mit 200 ml Wasser füllen und auch dies aufgießen. Jetzt das ganze Wurzelgemüse in den Topf geben. Salz und Pfeffer dazu, die Prise Zimt und einmal aufkochen lassen. In der Zeit den Ofen auf 160 Grad vorheizen. Solltet ihr einen normalen Edelstahltopf benutzt, so wie ich, anstatt des Glasdeckels einfach den Boden einer Kuchenplatte als Deckel benutzen. Den einmal aufgekochten Wurzelgemüseeintopf in den Ofen schieben und dort 1:20 h garen. Ihr könnt ab und zu mal umrühren und nach der Hälfte der Zeit den Rosmarin, die Rosinen und die Pinienkerne hinzugeben. Wenn das Wurzelgemüse fertig ist, dazu könnt ihr einfach mal ein bisschen probieren, kommt noch die frisch gehackte glatte Petersilie drüber. Dazu gab es bei mir ein türkisches Fladenbrot.

Das Originalrezept aus der Deli sieht zusätzlich noch schwarze Oliven, und Knollensellerie anstatt der Süßkartoffel vor. Wer jetzt wie ich zwei Pfefferschoten benutzt hat, sollte ein Glas Milch zur Hand haben, um die wirklich doch sehr starke Schärfe abzumildern. Anneliese meint, das ginge auch mit Bier.

Ich trinke zum Wurzeleintopf die Huxelrebe Spätlese vom Weingut Gysler, Demeter und zertifizierter Bio-Wein, süßlich und fruchtig, genau das Richtige für ein scharfes, würziges Gericht wie der Wurzeleintopf. (Die Flasche hat der Herr Papa käuflich erworben, es handelt sich also einzig und allein um meine persönliche Meinung.)

Weingut Gysler

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Pays D’Oc Fotoworkshop oder 9 Bloggerinnen, 12 Weine, 12 Fingerfoodrezepte

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Juhu juhu, ich hab mal was gewonnen. Was ja angeblich wirklich nie jemandem passiert, erst recht nicht den ganzen Lottospieler, wurde mir zuteil – ein Gewinn!

Ich durfte am Fingerfood-Fotoworkshop von la petite cuisine und Pays D’Oc IGP Weine in Hamburg teilnehmen. Und das Ganze nur, weil ich mir ein tolles Fingerfood-Rezept ausgedacht hatte, was ihr hier findet.

Die Fahrt nach Hamburg war schon mehr als abenteuerlich, aber die Suche nach dem Hotel gestaltete sich nahezu unmöglich. Durch die Verspätung des Reisebusses war mein Handyakku auf unter 0% gefallen, ich hatte kein Stadtplan und absolut keine Ahnung, wo mein Hotel sich befinden sollte. Nachdem mich verschiedene Taxifahrer in verschiedene Richtungen geschickt hatten, hat sich eine nette junge Dame erbarmt und mich schnurstracks mit Stadtplan zu meinem Hotel gefahren. (Tausend dank du Liebe, melde dich, falls du das liest)!

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Die tolle Location des Workshops Kev’s Kitchen habe ich dafür super schnell gefunden und dort auch gleich die ganzen netten Bloggerkolleginnen kennengelernt. Nach gefühlten 10 Mini-Croissants ging es dann auch schon los, ein kurzer Vortrag von Susanne von la petite cuisine zur Foodfotografie. Da vorher nur Ingeborg den manuellen Modus meiner Kamera benutzt hatte (die ich auch erst seit 3 Monaten besitze), war mir sozusagen ALLES neu und ich saß da ein wenig wie der Ochse vorm Berg.

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(Hylmar Möckel)

Als es dann daran ging, das Ganze auch wirklich und wahrhaftig in die Tat umzusetzen, kam mir zum Glück nochmal Nicole von Querbeet – natürlich kochen zu Hilfe und hat mir gezeigt, wie ich ganz schnell zur richtigen Einstellung finde.

Wir haben dann jeweils ein Fingerfoodgericht mit Weinen von Pays D’Oc fotografiert.  Die kleinen angerichteten Mahlzeiten sahen sooo lecker aus, aber probieren durften wir noch nicht. (Na gut, ich gebs zu, habe trotzdem das ein oder andere versucht).

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Nach der Knipserei ging es dann zum gemütlichen Teil des Abends. Sommelière Verena hat uns das Weingebiet Pays Doc im Languedoc-Roussillon in Frankreich vorgestellt, auf die besonderen Eigenschaften des Anbaugebietes hingeweisen und erklärt, wie es zum Zusammenschluss so vieler Winzer gekommen ist.

Sie hat uns dann nach und nach 12 verschiedene Weine kredenzt, immer begleitet von einem leckeren Fingerfoodgericht.

Mein Favourit war dabei ganz klar der Rosé Wein „Merlot Rosé – Fortant de France“ (bestellbar unter www.vinello.de) und das Fingerfoodgericht Lammrückenspieße in Brombeerhonig glasiert mit Kastanien-Mousseline (jaaa, ich gebs schon wieder zu, habe sogar Fleisch gegessen an diesem Abend).

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Besonders die Kastanien-Mousseline (Kastanienpüree) hat es mir angetan, und weil man aktuell überall Kastanien kaufen kann, hier das Rezept:

Für 10 Fingerfoodportionen oder für 2-3 Personen als Beilage

50 g fertig blanchierte Esskastanien

200 g mehlige Kartoffeln

200 ml Sahne

Meersalz und Pfeffer

Muskatnuss

2 EL Butter

1 EL geriebener Parmesan

1TL Thymianblätter

Die Kastanien grob zerbröseln, gleichzeitig die geschälten Kartoffeln sehr weich kochen. Danach durch die Kartoffelpresse drücken. Die Sahne aufkochen und die Kartoffelmasse hineinrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. 3 EL Butter und Parmesan hinzugeben. Jetzt die Esskastanien und den Thymian untermischen. Mhhhhm, sag ich euch!

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Ich fand den Tag einfach super – sehr viele nette Bloggermädels, eine perfekte Organisation von Maren von Sopexa, eine tolle Location, sehr leckeres Essen und noch besserer Wein und endlich das Wissen, wie der manuelle Modus meiner Kamera funktioniert.

Die netten Bloggerinnen, die dabei waren:

Und ja, die Rückfahrt war genauso abenteuerlich wie die Hinfahrt, mit dem Nachtzug sollte es von Hamburg nach Frankfurt gehen. Gefühlte – 7 Grad im Abteil und in Fulda entschied sich der Zug, dass er zu lang ist, das Abkoppeln mehrerer Wagen, unter anderem auch der in dem ich saß, dauerte über 75 Minuten. Ich musste in das Bordbistro umziehen und was hab ich zur Entschädigung bekommen – ein trockenes Frühstück und einen Pfefferminztee.