Galette mit roten Johannisbeeren oder die ganz ganz große Beerenliebe

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Ich mag Beeren. Erdbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren, Kirsch(beeren), Aprikosen(beeren) … Die Liste ist beliebig fortsetzbar, aber was ich sagen will, ist klar, Obst und besonders beeriges Obst haben es mir angetan. Jetzt im Sommer, wo der Garten meiner Eltern eine schier unendliche Fülle an frischem Obst bietet, komme ich mit dem Backen und Einmachen kaum hinterher. Continue reading „Galette mit roten Johannisbeeren oder die ganz ganz große Beerenliebe“

Gemüsequiche oder Anneliese hat Sehnsucht nach Bordeaux

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Seit meine Freundinnen und ich letztes Jahr ein wundervolle Woche in Frankreich in der Nähe von Bordeaux verbrachten haben, bin ich großer Fan des französischen Städtchens und des Atlantikstreifens am Cap Ferret. Tatsächlich haben wir uns damals diesen Urlaubsort ausgesucht, weil uns der Film „Kleine wahre Lügen“ so begeistert hat, der am Cap Ferret spielt.

Und jetzt, nach einer FUSSBALLreise nach Bordeaux (mal ehrlich, nach Frankreich fährt man wegen Wein, Croissants und Macarons und nicht wegen Fussball), ist Anneliese auch endlich Fan und möchte französische Köstlichkeiten auch zu Hause genießen. Es gab also eine großartige Ankündigung, er wolle Quiche selbst backen. Der Plan stand, die Zutaten wurden gekauft und ein Samstag zum großen Backtag auserkoren. Und was soll ich sagen, auf Grund eines wirklich ungeplanten und absolut nicht vorhersehbaren Bundesligaspiels am Samstagnachmittag wurde das Quichebacken schneller ad acta gelegt als ich blinzeln konnte.

So nicht Freundchen, hab ich mir gedacht, und die Quiche ganz einfach selbstgemacht. Das ist nämlich noch dazu kein Hexenwerk, geht relativ schnell und schmeckt hervorragend.  Gemeinerweise hätte ich sie dem Manne einfach vorenthalten sollen, aber seine Wut über das verlorene Fussballspiel (kein Wunder, wenn man Eintracht Frankfurt Fan ist) ließ mich weich werden und bevor ich überhaupt den Fotoapparat in die Hand nehmen konnte, war die Quiche schon halb aufgegessen.

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Für den buttrigen Teig braucht ihr:

200 g kalte gewürfelte Butter

300 g Mehl

1 Ei

1 Prise Salz

Es gilt, die Zutaten möglichst schnell und gut miteinander zu vermischen. Entweder ihr nutzt für den Anfang die Knethaken eurer Küchenmaschine und macht dann mit den Händen weiter, oder ihr benutzt von Beginn an die Hände. Der Teig verbindet sich immer besser, wird aber auch am Ende noch etwas bröselig sein.

Für die Füllung:

1 Stange Lauch

1 rote Zwiebel

2 Eier

1 Becher Creme Fraiche

Salz

Pfeffer

1 frische Peperoni

Etwas Milch

2 Hand voll Parmesan

Cocktailtomaten (1 Schale oder 250 g)

Den Lauch halbieren und dann waschen, so kann der Schmutz durch die Rillen ganz leicht abfließen. In schmale Streifen schneiden. Auch die rote Zwiebel in schmale Kästchen oder Streifen schneiden und beides zusammen in Olivenöl ca. 8 Minuten andünsten. In dieser Zeit den Teig ausrollen. Ich benutzte eine Quicheform mit herausnehmbarem Boden, so lässt sich später alles ganz leicht auf eine Kuchenplatte setzen. Die Form buttern und den ausgerollten Teig hineinlegen (Wer keine Quicheform hat, kann auch eine runde Kuchenform benutzen). Sowohl den Boden, als auch den Rand der Form (1,5 cm hoch) mit Teig auskleiden. Nun zuerst Lauch und Zwiebeln gleichmäßig auf dem Boden verteilen, danach salzen, pfeffern und die kleinen feingeschnittenen Peperonistücke darüber verteilen. 1 Becher Creme Fraiche mit 2 Eiern und etwas Milch (2-3 Esslöffel) schön verrühren und ganz langsam über den Boden gießen. Den Parmesan verteilen und zu Guter Letzt die kleinen Tomaten draufsetzten. Die Quiche braucht bei 180 Grad etwa 30 Minuten. Ob sie gut ist, seht ihr am gebräunten Parmesan und an der fest gewordenen Eimasse.

Dazu könnt ihr euch natürlich ein feines Schlückchen Bordeaux gönnen, oder falls ihr in Fussballlaune seid, einfach ein kühles Bier.

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Pays D’Oc Fotoworkshop oder 9 Bloggerinnen, 12 Weine, 12 Fingerfoodrezepte

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Juhu juhu, ich hab mal was gewonnen. Was ja angeblich wirklich nie jemandem passiert, erst recht nicht den ganzen Lottospieler, wurde mir zuteil – ein Gewinn!

Ich durfte am Fingerfood-Fotoworkshop von la petite cuisine und Pays D’Oc IGP Weine in Hamburg teilnehmen. Und das Ganze nur, weil ich mir ein tolles Fingerfood-Rezept ausgedacht hatte, was ihr hier findet.

Die Fahrt nach Hamburg war schon mehr als abenteuerlich, aber die Suche nach dem Hotel gestaltete sich nahezu unmöglich. Durch die Verspätung des Reisebusses war mein Handyakku auf unter 0% gefallen, ich hatte kein Stadtplan und absolut keine Ahnung, wo mein Hotel sich befinden sollte. Nachdem mich verschiedene Taxifahrer in verschiedene Richtungen geschickt hatten, hat sich eine nette junge Dame erbarmt und mich schnurstracks mit Stadtplan zu meinem Hotel gefahren. (Tausend dank du Liebe, melde dich, falls du das liest)!

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Die tolle Location des Workshops Kev’s Kitchen habe ich dafür super schnell gefunden und dort auch gleich die ganzen netten Bloggerkolleginnen kennengelernt. Nach gefühlten 10 Mini-Croissants ging es dann auch schon los, ein kurzer Vortrag von Susanne von la petite cuisine zur Foodfotografie. Da vorher nur Ingeborg den manuellen Modus meiner Kamera benutzt hatte (die ich auch erst seit 3 Monaten besitze), war mir sozusagen ALLES neu und ich saß da ein wenig wie der Ochse vorm Berg.

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(Hylmar Möckel)

Als es dann daran ging, das Ganze auch wirklich und wahrhaftig in die Tat umzusetzen, kam mir zum Glück nochmal Nicole von Querbeet – natürlich kochen zu Hilfe und hat mir gezeigt, wie ich ganz schnell zur richtigen Einstellung finde.

Wir haben dann jeweils ein Fingerfoodgericht mit Weinen von Pays D’Oc fotografiert.  Die kleinen angerichteten Mahlzeiten sahen sooo lecker aus, aber probieren durften wir noch nicht. (Na gut, ich gebs zu, habe trotzdem das ein oder andere versucht).

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Nach der Knipserei ging es dann zum gemütlichen Teil des Abends. Sommelière Verena hat uns das Weingebiet Pays Doc im Languedoc-Roussillon in Frankreich vorgestellt, auf die besonderen Eigenschaften des Anbaugebietes hingeweisen und erklärt, wie es zum Zusammenschluss so vieler Winzer gekommen ist.

Sie hat uns dann nach und nach 12 verschiedene Weine kredenzt, immer begleitet von einem leckeren Fingerfoodgericht.

Mein Favourit war dabei ganz klar der Rosé Wein „Merlot Rosé – Fortant de France“ (bestellbar unter www.vinello.de) und das Fingerfoodgericht Lammrückenspieße in Brombeerhonig glasiert mit Kastanien-Mousseline (jaaa, ich gebs schon wieder zu, habe sogar Fleisch gegessen an diesem Abend).

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Besonders die Kastanien-Mousseline (Kastanienpüree) hat es mir angetan, und weil man aktuell überall Kastanien kaufen kann, hier das Rezept:

Für 10 Fingerfoodportionen oder für 2-3 Personen als Beilage

50 g fertig blanchierte Esskastanien

200 g mehlige Kartoffeln

200 ml Sahne

Meersalz und Pfeffer

Muskatnuss

2 EL Butter

1 EL geriebener Parmesan

1TL Thymianblätter

Die Kastanien grob zerbröseln, gleichzeitig die geschälten Kartoffeln sehr weich kochen. Danach durch die Kartoffelpresse drücken. Die Sahne aufkochen und die Kartoffelmasse hineinrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. 3 EL Butter und Parmesan hinzugeben. Jetzt die Esskastanien und den Thymian untermischen. Mhhhhm, sag ich euch!

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Ich fand den Tag einfach super – sehr viele nette Bloggermädels, eine perfekte Organisation von Maren von Sopexa, eine tolle Location, sehr leckeres Essen und noch besserer Wein und endlich das Wissen, wie der manuelle Modus meiner Kamera funktioniert.

Die netten Bloggerinnen, die dabei waren:

Und ja, die Rückfahrt war genauso abenteuerlich wie die Hinfahrt, mit dem Nachtzug sollte es von Hamburg nach Frankfurt gehen. Gefühlte – 7 Grad im Abteil und in Fulda entschied sich der Zug, dass er zu lang ist, das Abkoppeln mehrerer Wagen, unter anderem auch der in dem ich saß, dauerte über 75 Minuten. Ich musste in das Bordbistro umziehen und was hab ich zur Entschädigung bekommen – ein trockenes Frühstück und einen Pfefferminztee.

Rucola-Pasta mit Peperoni-Zitrone oder Fronkreich, Fronkreich

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Es gibt so ganz bestimmte Gerichte, die allein schon wegen der Erinnerung an tolle Momente zu meinen Lieblingsessen zählen. So geht es mir mit dieser Rucola-Pasta. Zum ersten Mal gab es diese Nudeln nach einem Besuch auf Schloss Freudenberg mit Ingeborg, Frau Schröder und Juli und zum zweiten Mal bei unserem wunderbaren Frankreich-Urlaub letztes Jahr.

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Wir Mädels hatten uns dazu ein Haus mit Pool, 3 Schlafzimmern, Studio, Terrasse und allem PiPaPo in Lacanau-Ocean gemietet und eine wunderbare Sommerwoche am Meer verbracht. Ernährt haben wir uns in dieser Zeit vor allem von Baguette und Croissants, dazu gab es massenweiße Surimi mit Cocktailsoße (ja sogar Power FB hat zwei Stück gegessen, obwohl sie uns immer erzählt, sie verabscheue alles, was aus dem Meer kommt) und eben besagte Pasta.

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Und bevor uns der Herbst ganz überrollt, hier noch schnell das Rezept:

Für 4 Personen

Spaghetti al dente kochen (Menge je nach Hunger, 500 -600 g)

Eine Schale Rucola, ganz fein hacken (200 g)

Zeste von einer großen Biozitrone

3 frische Peperonis, am besten in gelb, rot, grün

3 Zehen Knoblauch

Viel Parmesam, am besten ein ganz großes Stück frisch geriebenen

Salz, Pfeffer und eine Menge Olivenöl

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Den Rucola, die Peperoni und den Knoblauch fein hacken und vermischen, die Zitronenzeste dazugeben, mit viel Olivenöl anrühren, so dass ein schönes Pesto entsteht. Mit Zitronensaft verfeinern, dann den Parmesan, Salz und Pfeffer dazugeben. Alles mit den Spaghetti mischen und fertig ist die beste Sommerpasta, die nicht nur in Frankreich gut schmeckt. (Das weiß ich spätestens seit mir Anneliese von der Baustelle smsen schickt, in denen steht „ich will Rucola-Spaghetti“).

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Dies soll außerdem die erste Folge von #pastaforingeborg darstellen, für alle die noch nicht wissen, was das ist, in Kürze hier auf dem Blog. (Mehr dazu findet ihr auf Instagram).