Süßer Birnenstrudel oder salziger Birnenstrudel, so liebe Leser, jetzt müsst ihr euch entscheiden!

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Oh, wie ich Herzblatt geliebt habe. Selbst noch viel zu jung, um überhaupt ans Verliebt sein denken zu können, hab ich mir jede Folge Herzblatt reingezogen und wer kennt Susi nicht mit ihrem: „So liebe Tina, wer soll nun dein Herzblatt sein?“ Natürlich haben sich die Kandidaten immer für den Falschen oder die Falsche entschieden – auf so einem Helikopterflug würde ich auch nicht glücklich werden.

Vor ein paar Jahren auf der Hochzeit guter Freunde wurde dann auch Herzblatt gespielt – richtig witzig mit Helium in der Stimme. Nur leider hat sich der Bräutigam dann für den Bruder der Braut entschieden, da war‘s vorbei mit witzig! Gut, die beiden sind nicht mit dem Helikopter zusammen abgehauen, wer weiß wie das geendet hätte…

Aber genug von Herzblatt und meinen jugendlichen TV-Sünden. Ihr wisst ja noch, die Birnen…

Viele Birnen. Ich erzählte bereits davon.

Die Birnen müssen also verbraucht werden. Aber wie? Annelieschen will nichts Süßes, ich will nichts Salziges. Gut, wenigstens Blätterteig wollen wir beide. Ich muss schon gestehen, wir sind ziemliche Blätterteig-Junkies.

Ein süßer Birnenstrudel musste also her, und natürlich auch ein Salziger.

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Süß:

1 fertiger Blätterteig (ganz ehrlich den macht doch keiner selbst)

3 Birnen, geschält und kleingeschnitten

1 EL Zimt und Zucker

½ TL Sissis Sünd (ein tolles weihnachtliches Gewürz für Apfelstrudel von Alnatura, was mir die liebe Noemi geschenkt hat)

1 große Hand voll kleingehackten Cranberrys

1 Hand voll Mandelblättchen, in der Pfanne geröstet

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Birnen und Gewürze mischen, dann den Blätterteig in folgender Reihenfolge belegen: gewürzte Birnen, Cranberrys, Mandelblättchen. Zufalten, einschneiden, fertig! Gut, ist jetzt relativ einfach gemacht, schmeckt aber sehr lecker.

Bei 180 Grad in den Ofen, bis der Blätterteig schön braun aufgegangen ist.

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Salzig:

1 fertiger Blätterteig (nein, auch dieser nicht selbst gemacht)

3 Birnen, geschält und in Spalten geschnitten

1 französischer Brie

1 Hand voll klein gehackte getrocknete Tomaten

Thymian

Den Blätterteig in folgender Reihenfolge belegen: Birnenspalten, Brie, gehackte Tomaten, Thymian. (Wenn ihr die Reihenfolge durcheinander werft,  auch gut).

Zufalten, einschneiden, fertig! Ihr merkt, genauso einfach wie der Süße.

Bei 180 Grad in den Ofen, na wie lange wohl, bis der Blätterteig schön braun aufgegangen ist.

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So liebe Leser, jetzt müsst ihr euch entscheiden, soll es lieber der süße Birnenstrudel sein, der durch kleine, ganz fein und sanft geschnittene Birnen mit einem Hauch Zimt und Zucker überzeugt, oder doch lieber der salzige Birnenstrudel, der durch das würzige Aroma des Brie und die Schärfe des Thymians eure Zunge umschmeichelt! Wer soll euer Herzblatt sein?

Arktische Biskuitrolle mit Birnenfülle oder Birnen wohin man schaut

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Die Birne hat uns überrannt, ja wirklich, ganz plötzlich war sie da und zwar in Massen. Und mit ihr die Fruchtfliegen. Millionen, noch mehr als Birnen.

Okay Okay von Anfang an, letzte Woche kam Anneliese mit einer gefühlten Tonne Birnen zuhause an und behauptet bis heute steif und fest, dass die sich ganz lange halten und wir zu zweit bestimmt alle essen können. Die Fruchtfliegenplage hatte er dabei nicht im Sinn. Was also tun mit den Birnen?

Die Birne ist ja meiner Meinung nach ein gemeiner Abklatsch vom Apfel, nicht so saftig, nicht so schön geformt und erst recht nicht so lecker wie der große Bruder. Gut hier werden mir einige sofort widersprechen, aber ich als ganz großer Apfeljunkie habe mich erst in den letzten Jahren so ein bisschen mit der Birne angefreundet. Deswegen ist die Challenge umso größer, was Leckeres daraus zu zaubern. Es gibt also, vor allem um mich von der Lernerei abzulenken eine große Birnenverarbeitungsaktion.

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Auf die Idee, eine Arktische Biskuitrolle mit Birnenfülle zu machen, bin ich gekommen, als ich auf einem meiner absolut allerliebsten Foodblogs, nämlich dem der Frau Ziii, die leckeren Handpies mit Birnenfülle gesehen hab.

Und diese karamellige Birnenfülle passte in meinem Kopf ganz wunderbar zur Arktischen Biskuitrolle von Power FB liebevoll auch als AKtische Birnenrolle bezeichnet. (Das Eis, dass die Arktische Biskuitrolle erst arktisch macht, hab ich ganz praktischerweise durch Mascarpone und Sahne ersetzt, es ist also in Wahrheit gar keine Arktische Biskuitrolle sondern eine Biskuitrolle mit Birnenfülle).

Für den Biskuitboden (original für den Biskuitboden der Arktischen Biskuitrolle, die ja nunmehr nur noch eine ganz normale Biskuitrolle ist) braucht ihr:

3 Eier

100 g Zucker

2 TL Backpulver

30 g Speisestärke

15 g Kakao

Entdeckt hab ich den leckeren Teigvorschlag im Kochbuch: Zimtschnecken und Blaubeerkuchen von Miisa Mink.

Für die Birnenfülle braucht man:

6-7 Birnen

30 g Butter

30 g Zucker

1 Spritzer Schnaps, bei mir war es selbstgemachter Apfelweinschnaps

Und als gefälschte Arktische Creme:

100 g geschlagene Sahne

250 g Mascarpone

Für den Biskuitboden zuerst die Eier und den Zucker ganz schaumig aufschlagen, bis die Masse weiß ist und sich verdoppelt hat. Die trockenen Zutaten separat vermischen und unter die Eimasse rühren. Gleichmäßig flach auf einem Backblech verstreichen und 10 Minuten auf 180 Grad backen und gut abkühlen lassen. In der Zeit kann man wunderbar die Birnen vorbereiten. Für zart Besaitete, wie Anneliese, müssen diese natürlich geschält werden, alle anderen Birnenliebhaber können die Schale auch dran lassen. 30 g Butter langsam in einer Pfanne mit großer Fläche schmelzen und den Zucker  gleichmäßig dünn einstreuen. Zu Karamell einschmelzen lassen, ohne die Pfanne zu bewegen zu schwenken oder mit einem Löffel darin rumzufuhrwerken, das betont die Frau Ziii mehrmals. Wenn das sehr heiße Karamell flüssig ist, die klein geschnittenen Birnen vorsichtig dazugeben und dass ganze einkochen lassen. Das dauert ca. 20 Minuten. Nach 5 Minuten mit dem Spitzer Schnaps abschmecken.

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Der abgekühlte Biskuitboden kann jetzt mit der Arktischen Creme, die eigentlich keine ist, bestrichen werden und dann mit den karamellisierten Birnen gefüllt und gerollt werden. Am besten ist es, wenn alles die gleiche Temperatur hat.

Die fertige Rolle mit Puderzucker bestäuben, ganz wie frischer Schnee in der Arktis – so wird aus der gefälschten Arktischen Rolle dann doch noch eine echte Arktische Rolle.

Und wem das jetzt ganz und gar zuviel des Arktischen war, der darf sich auf die nächste Runde Birnen freuen, dann gibt es einen gefälschten österreichischen Apfelstrudel – mit Birnen versteht sich.

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