Karotten-Maronen-Suppe mit Sesam oder was Michael Mittermeier zum Dinner isst

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Ja, auch Michael Mittermeier isst und auf Tour vor allem ganz fabelhafte Gerichte von seinem Koch Jochen. Wenn ich kochen könnte wie Jochen, hätte ich schon längst 7 Spitzenrestaurants und ein gut gefülltes Bankkonto. Außerdem 20 Kilo zu viel. Vor allem wäre dann der Traum vom eigenen Restaurant kein Traum mehr, sondern schneller verwirklicht als einer Karotten-Maronen-Suppe mit Sesam sagen kann.

Die Idee zur Suppe kam mir, als ich nach einem anstrengenden Tag auf Tour mit unzähligen Tupperdosen und Tüten voll Essen nachts um 1 Uhr versucht hab, den Gefrierschrank so umzuräumen, dass alles reinpasst und zu gegebener Zeit von mir und Anneliese verspeist werden kann. Leider hat eine Dose es nicht mehr geschafft und darin war Karotten-Maronen-Gemüse mit Sesam. Es blieb mir praktisch gar nichts anderes übrig, als daraus eine leckere Suppe zu kochen.

Das Karotten-Maronen-Gemüse war es auch, das Michael Mittermeier zum Dinner verspeist hat. Ob er als Kind wirklich immer seinen Gemüseteller leer gegessen hat, wage ich zu bezweifeln, denn der Mann reicht mir gerade mal bis zum Kinn.

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Ihr braucht also für 2 Personen:

200 g gegarte Karotten

200 g ursprünglich tiefgefrorene ganze Maronen (auch diese sollten vorgegart werden, wenn sie es noch nicht sind)

Butter

Sesam

Wasser

Salz

Pfeffer

80 g Fetakäse

Kurkuma

1 Schalotte

Die vorgegarten Karotten und die vorgegarten Maronen mit einer gewürfelten Schalotte und etwa ½ TL Kurkuma in 2 EL Butter andünsten. Nach ein paar Minuten mit etwa 500 ml Wasser aufkochen und dann fein pürieren. So viel Wasser zugeben, bis euch die Konsistenz der Suppe zusagt. Etwa 80 g Feta (gern auch Ziegenkäse oder Schmand) einrühren. Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Sesam bestreuen. (Je nach Geschmack etwas Kreuzkümmel und Kurkuma zum würzen hinzugeben.)

Oreo-Cheesecake mit Blaubeeren für die Königin oder was Bryan Adams zum Dessert isst

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Die Königin wünscht sich zum Geburtstag einen Cheesecake mit Früchten, also bekommt sie auch einen Cheesecake mit Früchten. Besser gesagt einen Oreo-Cheesecake mit Blaubeeren. (Ja, normalerweise gibt es im Winter keine Blaubeeren bei mir – aber was sich eine Königin wünscht, das sei mir Befehl.)

Meine Liebe zu Oreo-Keksen begann schon vor 10 Jahren, als meine liebe Hanni für ein Jahr nach Amerika ging. Damals glich das einer kleinen Katastrophe – besänftigt werden konnte ich nur durch regelmäßige Sendungen von Oreo-Keksen, Skittels und M&M’s mit Peanutbutter, alles Leckereien, die es damals noch nicht bei uns gegeben hat.

Und dann arbeitete ich letztes Jahr beim Konzert von Bryan Adams, zusammen mit Shaun&Shaun – zwei absolut wahnsinnig guten Köchen. Wahnsinnig gut und verrückt, um genau zu sein. Dass ich die Zeste von einer ganzen Kiste Limetten (so ca. 50 Stück) für einen einzigen Dip abreiben musste, nur mal nebenbei . Das asiatische Essen, das die beiden fabriziert haben, war göttlich und so in keinster Weise von mir nachzukochen. Aber der Oreo-Cheesecake mit Blaubeeren, ja wenigstens den kann ich nachbacken.

Welche Gelegenheit eignet sich also besser für diesen leckeren Kuchen als der Geburtstag der Königin höchstpersönlich. Und später gehen wir auf die Panda-Party – besser kann ein Tag kaum laufen.

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Ihr braucht:

1 Packung Oreo-Kekse (ca. 170 g)

50 g zerlassene Butter

600 g Frischkäse (auf keinen Fall die Magervariante)

50 g braunen Zucker

1 Ei

1 EL Stärke

Blaubeeren oder wahlweise andere Beeren oder Früchte je nach Saison

Die Oreo-Kekse klein hacken oder stoßen. Das geht am besten in einem Gefrierbeutel oder in den kleinen Päckchen, in denen die Oreos verpackt sind. Mit 50 g zerlassener Butter mischen. Eine Springform mit Backpapier auslegen und die Oreo-Masse gut auf dem Boden festdrücken. Sollten noch kleine Lücken bleiben, ist das nicht schlimm.

Für die Käsemischung 1 Ei mit 50g braunem Zucker und 1 (kleinen) EL Stärke mischen. Danach die 600 g Frischkäse unterrühren und die cremige Masse auf dem Oreo-Boden verteilen. Die Blaubeeren leicht in den Käse eindrücken, so dass sie nicht verbrennen.

Auf 180 Grad ca. 30-40 Minuten backen. Einfach die Stäbchenprobe machen.

Da ich die Oreo-Kekse sehr süß finde, habe ich nur 50 g Zucker benutzt. Wer es richtig süß mag, darf gern 50 g braunen und 50 g weißen Zucker verwenden.

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Asiatischer Blumenkohlsalat oder was Max Raabe zum Lunch isst

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Dass man nicht alleine küssen kann, verrät uns Max Raabe in seinem Song, aber was er zum Lunch isst, das hat er bisher noch nicht besungen.

Doch es ist – Blumenkohlsalat was er isst. Woher ich das weiß? Ich habe die Karotten dafür geschnibbelt, die Äpfel geschält und den Dill gewaschen. Denn, wenn Max Raabe auf Tour ist, wird er von einem Cateringunternehmen bekocht und ich darf die ganzen Teller spülen, das Gemüse schneiden und manchmal auch kleine Gerichte selbst zubereiten. Schon seit Beginn meines Studiums arbeite ich auf „Baustellen“ wie man im Catering so schön sagt. Ich hab also bereits Madonna, Jay-Z, Carlos Santana, Joe Cocker, Green Day und die Söhne Mannheims beim Essen beobachtet – und danach fleißig ihre Teller gespült.

Wo die meisten so richtig den Starallüren entsprechen, sind andere ziemlich cool und kommen einfach zu meiner Spüle, um dort ihre Brille mit Spüli zu reinigen weil es (O-Ton): „Nichts Besseres gibt“ so Horst Lichter.

Also zurück zum Blumenkohlsalat. Ob Max Raabe wirklich davon gegessen hat, weiß ich nicht. Aufgrund der Menge die ich verspeist habe, würde es mich auch wundern, wenn für ihn überhaupt noch was da war. Die Idee für den asiatischen Blumenkohlsalat stammt also von Raabes Koch Maik, ich hab zuhause einfach nur versucht, dass ganze nachzumachen.

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Für eine mittelgroße Salatschüssel oder als Beilage für 4 Personen

1 Blumenkohl

2-3 Karotten

1-2 Äpfel, am besten säuerlich

Dill

Schwarzen oder weißen Sesam

Süß-saure Chilisoße

Olivenöl

Einen fruchtigen Essig, bei mir war es leckerer selbstgemachter Holunderessig von Erika

Salz

Pfeffer

Einen Spritzer Zitronensaft

Prise Zucker

Den Blumenkohl waschen und in kleine Röschen brechen. Diese dann wenn möglich in einem Sieb über kochendem Wasser dünsten bis sie noch bissfest sind. (Bei mir hat das ca. 12 Minuten gedauert / wird der Blumenkohl im Wasser gekocht, ist er zu matschig für den Salat.) Die Karotten schälen und die Enden abschneiden. Dann mit dem Sparschäler dünne lange Streifen (etwas 5 cm lang) abschälen, so hat man die Karotte in sehr feiner Form, nicht zu knackig im Biss und es sieht super aus. Die Äpfel waschen, achteln und dann in feine Dreiecke runterschneiden. Den kalten Blumenkohl mit Karotten und Äpfeln mischen. Für die Salatsoße etwa 3 EL süß-saure Chilisoße, 1-2 EL ÖL, 1 knappen EL Essig, Salz, Pfeffer, eine Prise Zucker und Zitronensaft gut mischen (am besten in einem kleinen Marmeladenglas schütteln), abschmecken und über den Blumenkohl geben (hier kommt es ganz auf euren Geschmack an, wer es kräftig mag, darf ruhig etwas mehr Chilisoße und Gewürze nehmen). Der Dill kommt am Ende hinzu, genau wie der schwarze Sesam. Alternativ einfach hellen Sesam in der Pfanne anrösten und über dem Salat verteilen. Der Salat sollte ein wenig in der Soße durchziehen, so dass der Blumenkohl den Geschmack annimmt und richtig würzig schmeckt. (Man kann den Salat auch wunderbar noch am nächsten Tag essen.)

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Das ist gleichzeitig mein Beitrag für den Kochbuchwettbewerb von rundum powered by Otto.