Selbstgemachtes Bratapfeleis und nein, es ist noch nicht zu früh dafür!

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Bevor das Geschrei losgeht – es ist niemals zu früh für Bratäpfel und schon gar nicht für Bratapfeleis. Ich weiß, ich weiß, keiner will Lebkuchen und Spekulatius schon im September sehen, mir jedoch ist es ganz egal. Muss ich ja nicht kaufen. In den Läden gibt es auch das ganze Jahr über Pilze, Sauerkraut und Marshmallows, darüber rege ich mich auch nicht auf, ich kaufe es einfach nicht. Und ganz ehrlich, ich kann auch im August schon einen Lebkuchen verdrücken. Gar kein Problem. Immer her damit. Continue reading “Selbstgemachtes Bratapfeleis und nein, es ist noch nicht zu früh dafür!”

Handkäs’-Salat mit Mussigg oder Anneliese bloggt Vol. 1

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Da ich fast täglich mit tollen Kreationen von Lena kulinarisch verwöhnt werde, hab ich mir gedacht ich kann das auch… schnell wurde mir klar: Nein, ich kann das nicht. Zumindest nicht in der Form, mit der Kreativität und vor allem nicht in der Geschwindigkeit wie die Bloginhaberin…aber ich kann auch aus ein paar Zutaten was Essbares auf den Tisch bringen und das zeig’ ich euch jetzt.

Handkäs’-Salat mit Mussigg – einer meiner absoluten Favoriten, wenn es darum geht, ein leckeres, deftiges Abendessen zu bekommen, ohne dabei die Küche in erheblichem Maße dreckig zu machen.

Zwei Dinge muss ich aber vorher noch loswerden: Handkäs’ ist total gesund (er ist fett- und kalorienarm, enthält viel Eiweiß und Vitamine) und schmeckt am besten wenn er die ein oder andere Woche im Kühlschrank gelegen hat und der weiße Kern im Inneren komplett verschwunden ist.

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Ihr benötigt für 2 Portionen:

4 Stück Handkäs’ (Sauermilchkäse, insgesamt ca. 200 Gramm)

Neutrales Öl

Balsamico

1 Flasche Apfelwein (im folgenden Äppler genannt)

1 Zwiebel

1/2 sauren Apfel

eine Hand voll gehackte Haselnüsse

Salz

Zucker

Pfeffer

Für die Marinade  4 EL Öl, 2 EL Essig, 2 EL Wasser und 10 EL Äppler mit einem Schneebesen schön schaumig schlagen und mit Salz und Pfeffer würzen. Am Ende eine Prise Zucker rundet das Ganze ab.

Die Zwiebel kleinhacken, den Apfel (mit Schale) fein würfeln und in die Marinade geben. Nochmals gut umrühren. Nun den Käse in dünne Scheiben schneiden und ihn mit der bereits hergestellten Marinade vermischen.

Idealerweise sollte der nun fertige Salat einige Stunden in einer geschlossenen Schüssel im Kühlschrank durchziehen; vor dem Verzehr nochmals gut umrühren und nach Bedarf Kümmel und Haselnüsse über dem Salat verteilen.

2 dicke Scheiben Bauernbrot mit ordentlich Butter bestreichen und fertig ist das Ganze. Dazu passt am besten ein schöner “Saurer” (Äppler mit Wasser).

Zur “Mussigg” gibt es zwei Theorien: Die eine ist mir zu kompliziert, um sie hier jetzt zu erklären und die andere werdet ihr selbst rausfinden…

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Apfelpfannküchlein mit Zimt und Zucker oder Annas Kindheitserinnerungen werden wach

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Oh ja, die Kindheitserinnerungen – Süßigkeiten gab es nur heimlich bei der Frau Omamama, dazu jeden Abend  Minkelcher. Oh, was waren das für schöne Zeiten als es nichts Wichtigeres gab als vor dem Fernseher essend die Sesamstraße zu schauen und sich von Frau Omamama und Herr Opapapa bedienen zu lassen.

Und neben Süßigkeiten und Minkelcher (kleine, mundgerecht geschnittene Stücke belegtes Brot) gibt es noch so einige andere wunderbare Kindheitserinnerungen. Dass ich eine davon mit Anna teile, haben wir erst letzte Woche festgestellt. Direkt ein Anlass für mich, mal wieder Apfelküchlein mit Zimt und Zucker zu backen.

Als wir zur Feier meiner ersten bestandenen Magisterprüfung im Mainzer Edel-Thailänder Hanoi saßen und uns ein ganzer, am Stück belassener Butterfisch vorgesetzt worden ist, mit Flosse und allem drum und dran, kamen wir nicht drumherum uns all die leckeren Gerichte auszumalen, die wir jetzt am liebsten anstatt des Butterfisches essen wollen. Und bei Anna kamen ganz schnell die Gedanken auf in Teig gebackene Apfelringe auf.

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Natürlich ist dieses Gericht so simpel und einfach, dass man dafür eigentlich gar kein Rezept braucht, aber da es mindestens 50 verschiedene Rezepte für Pfannkuchenteig gibt, stelle ich euch hier meinen ganz persönlichen Lieblingspfannkuchenteig vor und ernenne den Donnerstag zum neuen Pfannkuchen-Mittwoch.

Für 2 Personen:

3-4 Äpfel, geschält, vom Kerngehäuse befreit und in Ringe geschnitten

Für den Teig:

200 g Mehl

2 EL Zucker

60 g zerlassene Butter

1 TL Backpulver

2 Eier

200 ml Milch

½ ausgepresste Biozitrone

Für den Teig zuerst die flüssigen Zutaten verrühren und dann mit den separat vermischten trockenen Zutaten zusammenschütten, nur so lange rühren, bis ein homogener Teig entsteht. Der Teig selbst sollte ein wenig ruhen, so habt ihr wunderbar Zeit, die Äpfel vorzubereiten.

In einer Pfanne ganz wenig neutrales Öl erhitzen, die Apfelscheiben durch den Teig ziehen und von beiden Seiten goldgelb backen. Ich bestreue das ganze am liebsten mit Zimt und Zucker, aber Ahornsirup passt auch wunderbar.

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Der beste Apfelkuchen der Welt oder der beste Apfelkuchen der Welt

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Ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt habe, aber jetzt folgt ein Rezept vom besten Apfelkuchen der Welt. Naja, die Erfindung dieses Kuchens ist zwar nicht mein Verdienst, aber ihn in die große weite Welt hinauszutragen, das darf ich mir auf die Fahnen schreiben.

Rezept für den besten Apfelkuchen der Welt

Bekommen habe ich das Rezept von Ingeborgs Mutter – die kann backen sag ich euch. Wann immer ich zu Besuch in Ingeborgs Elternhaus geladen war – es gab köstlichen Kuchen. Und nicht nur einen, nein nein, meist drei verschiedene. Am liebsten hätte ich regelmäßig vier Stück in mich reingeschaufelt, aber das schien mir dann doch zu unhöflich angesichts der Tatsache, dass Ingeborgs Schwester nicht mal ein Stück aufass, in der Zeit in der ich meine drei „Angemessenen“ verputzt habe.

Da ich einige Rezepte für ganz wundervolle Kuchen abstauben konnte, bin ich jetzt jederzeit bereit 17 Stück Kuchen nur für mich zu backen.

Fast wie Applepie

Was an diesem Apfelkuchen so toll ist: die Ähnlichkeit zum amerikanischen Applepie, aber mit viel besserem Teig. Ach was sage ich, alles daran ist besser als beim Applepie (ihr dürft mich gern mit Zusendungen eines Besseren belehren). Und das Beste: die Herstellung ist gleich hundertmal leichter als Pie-Teig.

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Zutatenliste für den besten Apfelkuchen der Welt

Das tolle an der Zutatenliste ist, dass du alle Zutaten in einem Bioladen oder normalen Supermarkt kaufen kannst und damit nicht viel Aufwand hast. Du kannst bei der Füllung verschiedene Apfelsorten probieren, ich mag am liebsten Boskop. Aber auch Rosinen, Mandelsplitter oder andere Gewürze machen sich sehr gut in dem Kuchen. Toll schmeckt auch karamelliger Kokosblütenzucker.

Und hier die Zutatenliste zum ausdrucken: Der beste Apfelkuchen der Welt oder der beste Apfelkuchen der Welt

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Zubereitung bester Apfelkuchen der Welt

Leichter geht es gar nicht, dann die Zubereitung ist kinderleicht und es kann dabei nichts schief gehen. Druck sie dir am besten aus, so kannst du in der Küche immer mal wieder draufkucken.

4.3 from 6 reviews
Der beste Apfelkuchen der Welt oder der beste Apfelkuchen der Welt
Prep time: 
Cook time: 
Total time: 
 
Für eine Springform 26-30 cm
Ingredients
  • Für den Teig braucht ihr:
  • 300 g Mehl
  • 200 g Butter
  • 150 g weißen Zucker
  • 25 g braunen Zucker
  • Abgeriebene Schale von einer Biozitrone
  • 1 Ei
  • Für die Apfelfüllung braucht ihr:
  • 6-7 schöne saure Äpfel (am besten Boskoop oder eine andere saure Sorte) (800 g – 1 kg)
  • 50 g Zucker (weiß oder braun oder gemischt)
  • 1 TL Zimt
  • Für die Puddingmischung braucht ihr:
  • 2 Eier
  • 3 EL Milch
  • 1 EL Zucker
  • 1 EL Vanillepuddingpulver
Instructions
  1. Für den Teig alle Zutaten entweder mit einem Thermomix oder den Knethaken des Handrührers oder den Händen zu einem homogenem Teig kneten. Er lässt sich am leichtesten in die Form drücken, wenn man ihn dann nochmal ca. 30-60 Minuten kalt legt.
  2. Ein Springform einfetten und mehlen, dann ca. ⅔ des Teigs gleichmäßig dünn hineindrücken, dabei einen 3 cm hohen Rand formen.
  3. Die Äpfel waschen und auf Wunsch schälen. Die Äpfel vierteln und dann in 0,5 cm dicke Spalten schneiden. Die Apfelstücke mit Zimt und Zucker mischen und auf dem Boden verteilen.
  4. Alle Zutaten für den Puddingguss zusammenrühren. Das geht mit den Quirlen des Handrührers oder mit einem Schneebesen. Den Guss über den Apfelstücken verteilen.
  5. Den restlichen Teig entweder in lange Schlangen rollen oder ausrollen und zu Streifen schneiden und dann als Teiggitter auf den Apfelkuchen legen. Wer es schneller mag, bröselt die Teigreste als Krümel über den Kuchen.
  6. Bei 180 °C ca. 35-45 Minuten backen.
 

 

Meine Freundin Juli macht den Teig immer mit Dinkelvollkornmehl, also auch hier steht künstlerische Freiheit an oberster Stelle. Seit ich zur Abschiedsparty aus ihrer alten Wohnung den Kuchen mitgebracht hab, ist sie nämlich großer Fan. Also, auch auf Partys kommt er gut an.

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P.S.: Ich glaube ich habs noch nicht gesagt, aber das ist der beste Apfelkuchen der Welt.

P.P.S.: Ich habe auch einen veganen Apfelkuchen auf meiner Seite, der könnte euch auch schmecken. Es ist womöglich der beste vegane Apfelkuchen der Welt.