Wintersalat mit Rosenkohl und Topinambur-Chips oder endlich wieder was zu essen

IMG_7325

Wer schon gedacht hat, dass hier gar keine Rezepte mehr kommen, kann aufatmen. Heute geht es weiter mit einem meiner Winterlieblinge. Ich weiß, dass sich an diesem Gemüse total die Geister scheiden – die einen lieben Rosenkohl, die anderen hassen ihn. Vielleicht weil viele ihn in der Kindheit als schrecklich verkochte Pampe essen mussten. Ich mag ihn besonders gerne roh im Salat mit Quinoa, Reis oder anderem Gemüse oder scharf angebraten in Pasta.     

Dieses Gericht ist ganz spontan nach einem Marktbesuch entstanden. Alle Zutaten habe ich Samstags für einen Spottpreis gekauft und direkt verarbeitet. In Darmstadt findet jeden Samstag ein toller Markt mit vielen Ständen aus dem Odenwald statt. Man kann hier sehr viel Gemüse aus der Region kaufen und zum Beispiel auch Schnecken beim Schnecken-Schröder oder Wildschweinbratwurst mit Preiselbeeren. Mein liebster Stand ist der mit ungespritztem, selbst angebautem Gemüse. Der Verkäufer hält mich jedes Mal für ein wenig verrückt, wenn ich meine kleinen Mengen Bohnen, Salat, Kohl oder Mais kaufe. Beim Topinambur hat er mich sogar darauf hingewiesen, dass das kein Ingwer sei und wollte mir meine zwei Knollen schenken. Seitdem bin ich Stammkunde. Die herrlichen Borlottibohnen gibt es nur kurze Zeit frisch, man kann genauso gut getrocknete oder aber Wachtelbohnen kaufen.

IMG_7316

Für 2 Personen

200 g Rosenkohl

2 grüne Spitzpaprika

1 roter Rettich (alternativ ein anderer Rettich oder 2 Karotten)

1 große Hand voll Borlottibohnen (wenn‘s schnell gehen muss, weiße Riesenbohnen aus dem Glas)

Salz, Pfeffer

Zitrone

Olivenöl

Schwarzkümmel

Bratöl (hoch erhitzbares Sonnenblumenöl)

300 g Topinamburknollen (alternativ festkochende Kartoffeln)

Rosenkohl sehr gut waschen und nur die wirklich nicht mehr genießbaren Blätter entfernen. Strunk unbedingt dran lassen. Auf einer Mandoline oder einem V-Hobel hauchfein reiben, dabei den kleinen Kohl am Strunk festhalten. Rettich und Spitzpaprika ebenfalls reiben. Borlottibohnen aus der Schale lösen und ca. 20 Minuten in Salzwasser köcheln. Leider verlieren sie dabei ihre schöne Farbe.

Alles mischen und mit ca. 3-4 EL Olivenöl, 2-3 EL Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Schwarzkümmel würzen. Ziehen lassen bis die Chips fertig sind.

Topinambur gut abbürsten und waschen. Auch hauchfein auf einer Reibe hobeln. Bratöl in einer (wenn möglich) gusseisernen Pfanne erhitzen und die Scheiben darin goldbraun frittieren. Salzen und auf einem Küchentuch abtropfen lassen. Beides zusammen servieren und Fan vom Rosenkohl werden.

IMG_7323

4 comments

  1. Wow, was für ein Salat! Die Zutaten, die Aromen, alles klingt so, als würde er mir sehr gut schmecken! Wohl dem, der so einen Markt vor der Haustüre hat.

  2. […] ausgiebigem Test (in den letzten 5 Monaten) kann ich sagen: eine Anschaffung, die sich lohnt. Hier kann man schon sehen, wie wunderbar leicht man mit ganz wenig Fett Topinambur-Chips backen kann. […]

  3. Das klingt ja toll, mit deinem Stammmarkt! Und der Salat ebenso, würde ich sooofort nehmen. 🙂
    Ich gehöre nämlich eindeutig zu der Pro-Rosenkohl-Fraktion!
    LG, Ramona

  4. […] ausgiebigem Test (in den letzten 5 Monaten) kann ich sagen: eine Anschaffung, die sich lohnt. Hier kann man schon sehen, wie wunderbar leicht man mit ganz wenig Fett Topinambur-Chips backen kann. […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.