Warum die Rote Bete mein Winterliebling ist oder Smoothie, Salat und Hummus mit der tollen Knolle

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In verschiedenen Rezepten hab ich euch ja schon meinen Weg zur Rote-Bete-Liebhaberin dargelegt. Seit diesem Jahr komme ich nicht mehr von ihr los und verarbeite sie so oft es geht. Dabei weiß ich genau, an Geschmack und Verwendung scheiden sich die Geister.   

Doch das erdige Aroma, das oft stört, muss nicht immer der herausstechende Geschmack sein. Je nach Kombination mit anderen Lebensmitteln schmeckt sie wunderbar süßlich, scharf oder einfach nur mild. Durch die verschiedenen Geschmacksnoten und die tolle Farbe kann sie unglaublich viele Gerichte aufpeppen und noch dazu ist sie unglaublich gesund.

Das kräftige Rot – der Pflanzenstoff Betanin ist als sekundärer Pflanzenstoff für unsere Zellen und Gefäße gut. Und was die meisten Vegetarier wissen, als Eisenlieferant ist sie einsame Spitze. Was ich soll toll finde, ist das alle Komponenten der Pflanze verzehrt werden können. Aus den Blättern kann man spinatähnliche Gerichte, Suppen und Salate herstellen, die Knolle selbst kann sowohl gegart, gebraten als auch roh verzehrt werden. Wer frische Knollen auf dem Markt kauft, wird von deren Preis überrascht sein, denn das Wintergemüse ist, wenn es denn Saison hat, unschlagbar günstig. Im Gemüsefach könnt ihr die Knollen sogar 3-4 Wochen lagern.

Wenn doch mal eine etwas verschrumpelte Bete auftaucht, macht es wie ich und presst euch daraus einen herrlichen Saft. Ihr werdet überrascht sein, wie süß und wunderbar die Bete mit anderem Obst und Gemüse harmoniert.

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Für 2 Personen (man braucht einen Entsafter) (Den ich jedem empfehle, da er zu kleinem Preis zu haben ist und euch im Winter mit allem an Vitaminen versorgt, was euer Körper braucht)

3 Äpfel, Boskoop (gerne schrumplige aus dem Garten oder vom Bauern)

2 große Karotten

2 kleine Bete oder 1 große

1 teelöffelgroßes Stück Ingwer

Gemüse und Obst gut waschen, nur die Rote Bete schälen. So zerkleinern, dass euer Entsafter gut damit zurechtkommt. Alles rasch entsaften und direkt genießen. Je länger der Saft steht, umso mehr Vitamine gehen verloren. Ab und zu umrühren, wenn sich etwas absetzt.

Außerdem könnt ihr auch den Trester (Abfall) wunderbar weiterverwenden. Wie das geht, seht ihr hier bei Ramona.

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Im Salat macht die Rote Bete sowohl roh als auch vorgekocht eine gute Figur. Dazu darf man auch mal die vorgegarten Knollen kaufen. Diese lassen sich rasch weiterverarbeiten.

Der Salat ist ein wunderbares „Resteessen“ wie es bei uns häufig auf den Tisch kommt. Reste an Rote Bete, Weißkohl und anderem Wurzelgemüse fühlt sich hier besonders wohl. Und der ganz besondere Kick kommt durch das tolle Gewürz Gomasio, dass mir Christina bei meinem Supper Club Dinner geschenkt hat. Mittlerweile bin ich fast süchtig nach dem Sesamsalz und benutzte es beinahe täglich.

Für 2-4 Personen

2 Rote Bete (gekocht)

½ Weißkohl

1/2 Salatgurke

Glatte Petersilie und Dill

Zitronensaft

Salz

Olivenöl

Pfeffer

Gomasio

200 g Naturtofu

2 EL Sojasoße

Weißkohl mit dem V-Hobel hauchdünn hobeln. Ich benutzte dazu meinen Nicer Dicer, für den ich immer wieder, trotz Plastikmaterial, gerne Werbung mache. Ein halber Weißkohl raspelt sich da in unter 5 Minuten. Ebenso die Salatgurke hauchfein hobeln. Danach den V-Hobel-Aufsatz durch grobe Reibe ersetzen und die Rote Bete dazuraspeln. Gut gewaschene und grob gehackte Petersilie zugeben. Mit Zitronensaft, etwas Olivenöl, ganz wenig Salz und Pfeffer abschmecken.

Tofu 1 cm groß würfeln. Olivenöl mit Sojasoße in einer kleinen Pfanne erhitzen und scharf anbraten, bis die Würfel richtig knusprig sind.

Salat auf einer Platte anrichten, mit Gomasio bestreuen und mit dem knusprigen Tofu servieren. Beides eignet sich auch wunderbar als Büromittagessen am nächsten Tag.

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 Zu guter Letzt ist die runde Knolle auch ein ganz wunderbarer Aromenbringer für Hummus. Ich hab wohl den Freundeskreis mit dem größten Hummusverbrauch ever. Oder Power FR? Ich erinnere mich noch gut an meine Reise nach NY mit Power FR und der Königin, denn dort haben wir gefühlt täglich Hummus in verschiedenen Geschmacksrichtungen verspeist. Je mehr Hummus umso besser und wenn ein Restaurant dann auch noch Mimi’s Hummus hieß, gab‘s kein Halten mehr.

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Für eine kleine, aber feine Portion Hummus:

100 g Rote Bete (gekocht)

100 g abgetropfte Kichererbsen aus dem Glas

1 Knoblauchzehe

1 EL Tahin

Olivenöl

Zitronensaft

Kreuzkümmel

Salz

Pfeffer

Walnüsse, am besten frisch geknackt

Schwarzkümmel

Zunächst Rote Bete und Knoblauch möglichst klein schneiden und mit Kichererbsen und Tahin in ein hohes Gefäß geben. Etwas Wasser (Max. 1 EL) darüber sprenkeln. Dann mit dem Pürierstab ordentlich durchmixen. Je nachdem, wieviel Power der hat, wird das etwas dauern. Sobald eine feine Masse entstanden ist, mit Zitronensaft und Olivenöl cremig rühren. Mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel abschmecken und in einer Schale geben. Mit etwas nativem Olivenöl besprenkeln und mit Walnüssen und Schwarzkümmel garnieren.

Dazu essen wir gerne Fladenbrot, Oliven, eingelegte Artischocken und manchmal auch Salzcracker.

 

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9 comments

  1. Liebe Lena,
    noch haben wir einige Knollen Rote Beete vom letzten Jahr im Keller. Damit werde ich gerne deine Rezepte ausprobieren. Insbesondere auf das Humus bin ich gespannt, weil ich immer auf der Suche nach neuen, veganen Aufstrichen bin.
    Herzliche Grüße von Isi

    1. Huhu Isi,

      dann passt das ja perfekt. Bin gespannt, wie du ihn findest. Man kann natürlich auch jeweils die Rote Bete Menge oder die Kichererbsenmenge erhöhen.

      Liebe Grüße und hoffentlich bis bald,
      Lena

  2. Ui, lieben Dank für die Verlinkung!
    Ich bin ja kein soo großer rote Bete-Fan. Durch den Entsafter jage ich sie allerdings ganz gerne mal und dünn aufgeschnitten und im Ofen zu Chips geröstet, finde ich auch klasse. Wenn ich mir deine Bilder aber so anschaue, sollte ich vielleicht nochmal einen Versuch wagen… 🙂
    Liebe Grüße,
    Ramona

    1. Liebe Ramona,

      deine Ideen sind spitze, den Trester zu verarbeiten, da war es keine Frage, das auch zu verlinken.
      Komischerweise mag ich sie auch erst seit 1-2 Jahren und vorher war sie mir ein Übel, das meine Mutter all zu oft zubereitet hat 🙂
      Liebe Grüße,
      Lena

  3. Rote Beete, ich bin ja auch ein bisschen verknallt in diese Wunderknolle! Besonders der Smoothie lacht mich an, aber einen Entsafter habe ich leider nicht. Vielleicht kannst du mir ein gutes Exemplar empfehlen? Für kleines Geld habe ich nämlich wirklich noch nix Passendes entdeckt…
    Ganz liebe Grüße, Mia

    1. Liebe Mia, ich muss gestehen, dass auch ich hier kein Hochleistungsentsafter habe sondern einen recht günstigen 🙂 Der hat um die 50 Euro gekostet und leistet sehr sehr gute Dienste. Ich denke, dass hochwertige Geräte viel schonender entsafter, aber dafür fehlt mir auch ein wenig das Budget. Im Herbst und Winter gibt es bei meinen Eltern im Garten mehrere hundert Kilo Äpfel, die wir nach und nach entsaften, alleine dadurch lohnt es sich schon, einen zuhause zu haben. Schau doch mal nach diesem hier: Russell Hobbs Desire 20366-56 Entsafter (2 l Fruchtfleischbehälter und 750 ml Saftbehälter) rot

      Ganz liebe Grüße,
      Lena

  4. Super schöne Ideen für die Rote Beete! Als Rohkost mit geriebenem Apfel übrigens auch ein Gedicht!
    Liebe Grüsse
    Jochen

  5. […] dem Besten was mein Saisongarten zu bieten hat: Rote Bete. Die lassen sich nämlich nicht nur in Hummus oder auf Blätterteig verarbeiten, die sind auch ganz wunderbar zu entsaften. Und eben dieser Saft […]

  6. […] dem Besten was mein Saisongarten zu bieten hat: Rote Bete. Die lassen sich nämlich nicht nur in Hummus oder auf Blätterteig verarbeiten, die sind auch ganz wunderbar zu entsaften. Und eben dieser Saft […]

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