Von der Kunst gut zu essen oder Möhrensuppe mit frittiertem Salbei

Porzellanschale mit Möhrensuppe und frittiertem Salbei

Habt ihr euch schonmal gefragt, was eigentlich gutes Essen ist? Und gibt es darauf eine eindeutige Antwort? Heute beim Mittagessen habe ich im Demeter Journal geblättert, welches die Frage in seiner Ausgabe vom Frühjahr 2015 aufwirft. Während die Autoren eher der Frage nachgehen, ob uns die Inhaltsstoffe eines Essens nähren, interessiert mich viel mehr, was muss ein Essen haben, um von uns als „gut“ eingestuft zu werden? Zeigen uns Sterne oder Hauben an, ob ein Essen gut ist? Oder kann auch das Wirtshausessen von nebenan uns erfreuen? Können auch einfach Obst- oder Gemüsegerichte, simple Suppen oder knackige Salate gut sein, selbst wenn der Koch wenig Erfahrung und Können besitzt?

Gar nicht so leicht, so etwas zu beantworten. Hängt doch Erwartung und Geschmack immer nur von einem selbst ab. Fest steht für mich, es muss keine Sterneküche sein. Oft ist es das ganz Einfache, das Spontane, das aus guten Zutaten entsteht, was mich zufrieden macht und mich ein Essen als gut einstufen lässt.  Manchmal koche ich aus Resten oder wenigen Zutaten ein Gericht, das in der Folge immer wieder auf dem Teller landet, eben weil es so gut ist.

Die Möhrensuppe mit frittiertem Salbei habe ich mit meiner Freundin Vivi gekocht, sie ist spontan und nur aus ganz wenigen Zutaten entstanden. Wir waren beide erstaunt, wie gut sie uns schmeckt.

Möhrensuppe für Zwei

500 g Bio-Möhren

2 cm Ingwer

400 ml Gemüsebrühe

Salz & Pfeffer

100 ml Sahne

3 Stiele Salbei

2 EL Olivenöl

Möhren waschen und in 1 cm große Stücke schneiden. Ingwer schälen und sehr fein würfeln. 1 EL Olivenöl in einem kleinen Topf erhitzen und Möhren und Ingwer darin 3-4 Minuten anbraten. Mit Gemüsebrühe ablöschen und im geschlossenen Topf ca. 20 Minuten köcheln lassen. Wenn die Möhren weich sind, pürieren und mit Sahne aufgießen. Die Suppe soll sehr dickflüssig sein. Man kann Sie aber ggf. mit mehr Brühe oder Sahne verdünnen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Gleichzeitig das restliche Olivenöl in einer kleinen Pfanne erhitzen und den Salbei darin ein paar Minuten knusprig backen. Suppe am besten mit einem Freund verspeisen.

Bund mit Möhren

Makroaufnahme Salbeiblatt

2 comments

  1. Gutes Essen hat für mich auch nichts mit Sternen zu tun. Gut kann Essen sein, wenn die Zutaten hervorragende Qualität haben, wenn der Koch sich viel Mühe gegeben hat, wenn man in wunderbarer Gesellschaft ist. So einfach ist das 🙂
    Liebe Grüße!

  2. Ich liebe !! Salbei. Und dieses Rezept klingt einfach fantastisch. Danke vielmals!

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