Mangold-Frittata oder Barbara Bonisollis neues Kochbuch

Mangold-Frittata oder Barbara Bonisollis neues Kochbuch

Ich hab viele Kochbücher. Darunter auch einige, aus denen ich noch nie etwas gekocht habe und nie etwas kochen werde. Sie waren Geschenke, Gewinne oder Fehlkäufe und dienen mir nur zur Inspiration für eigene Rezepte. Es gibt jedoch auch einige wenige Kochbücher in meinem Regal, aus denen ich sehr regelmäßig koche. Meist dann, wenn fast alle Gerichte im Buch meiner eigenen Linie entsprechen, viel Gemüse aus meinem Saisongarten verwendet werden kann oder die Gerichte alltagstauglich und trotzdem überzeugend sind.     

Schon beim ersten (leider nicht vegetarischen) Kochbuch von Barbara Bonisolli ging mir das so. Daraus koche ich rauf und runter und habe sogar einige immer wiederkehrende Gerichte etabliert. Ihr zweites, jetzt endlich vegetarisches Kochbuch, ist aktuell mein Liebling im Regal. (Gerade jetzt, beim erneuten Durchblättern während ich diesen Beitrag schreibe, habe ich ein Rezept entdeckt, das ich später kochen möchte.) Wie schon beim ersten, verwendet auch Barbara Bonisolli sehr viel Gemüse aus ihrem eigenen Garten, wozu es tolle Fotos, Geschichten und Tipps gibt. Es ist auch wieder nach Jahreszeiten gegliedert und ich kann praktisch in meinem Saisongarten entsprechendes Gemüse holen, am Biomarkt vorbeifahren, um den Rest einzukaufen und direkt loskochen. Manchmal sind die Gerichte so „einfach“, dass ich alle Zutaten dafür zuhause habe.

Mangold-Frittata oder Barbara Bonisollis neues Kochbuch

So toll aufwendige Gerichte auch schmecken können, bei mir gibt es zu 90% Sachen, die schnell auf dem Tisch stehen. Fermentieren, Sous vide, Niedriggaren usw. mögen ja gut und schön sein, aber auch das ganz normale Kochen mit hochwertigen Zutaten kann fabelhaft schmecken. Eines der ersten Gerichte, die ich nachgekocht habe, ist diese Mangold-Frittata mit Parmesan und Kartoffeln. Mangold ist in meinem Saisongarten der heimliche Star. Denn er steht von Anfang bis Ende auf dem Feld und wächst immer wieder nach. Man kann ihn gar nicht kleinkriegen und auch im Anbau ist er total anspruchslos. Ich würde sogar behaupten, dass man ihn im Balkonkasten anpflanzen kann.

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Bisher sind außerdem die hauchdünnen Ofenkartoffeln mit Radieschen und Avocadocreme, die Spinatröllchen mit Gurkendip, die gebratenen Reisnudeln mit Mangold und die Fettucchine mit Zucchini und Sesam auf meinem Teller gelandet. Eigentlich immer mit vielen, vielen Zutaten direkt aus meinem Garten. Mir hat alles fabelhaft geschmeckt und das Buch ist meiner Meinung nach für alle Gemüseliebhaber passend. Denn beinah in jedem Rezept steht eine Gemüsesorte oder ein Obst im Mittelpunkt. Nur ganz wenige Gerichte kommen überhaupt ohne aus.

Barbara Bonisolli gehört zu meinen absoluten Lieblings Food-Fotografen. Es findet sich nicht ein Foto im Buch, das mir nicht gefällt. Ganz viele Fotos aus ihrem Garten ergänzen die tollen Gerichte. Wenn ich mir also nur fünf Bücher ins Regal stellen könnte, dieses gehört definitiv dazu.

Mangold-Frittata mit Parmesan

Für 4 Personen

150 g festkochende Kartoffeln

350 g Mangold

3 Knoblauchzehen

150 g Zucchini (1 kleine)

Olivenöl

6 Bio-Eier

80 g Parmesan

200 g Saure Sahne oder Schmand

1 Zweig Rosmarin

1 Bund Schnittlauch

Salz & Pfeffer

Kartoffeln gut waschen (ich esse sie mit Schale) und mit einem V-Hobel in sehr dünne Scheiben schneiden. Alternativ kann man sie natürlich mit einem Messer hauchdünn schneiden. Mangold gut waschen und die Blätter in ca. 1 cm breite Streifen schneiden, die Stiele in 0,5 cm breite Scheiben. Zucchini waschen und ebenfalls fein hobeln oder schneiden. Parmesan fein reiben und mit Schmand und Eiern gut mischen. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen.

Olivenöl in einer großen Pfanne anbraten, zu der man einen Deckel hat. Knoblauch dazupressen und Mangoldstiele zugeben und beides ca. 3 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Dann die Mangodlblätter dazugeben und weitere 3-4 Minuten braten, bis alles zusammenfällt. Aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen. Etwas mehr Öl erhitzen und die Zucchinischeiben ca. 2-3 Minuten unter Rühren anbraten. Zum Mangold geben. 3 El Olivenöl in die Pfanne geben und die Kartoffelscheiben unter Rühren ebenfalls 4 Minuten anbraten. Dann gut salzen und flach auf dem Pfannenboden verteilen. Mangold und Zucchini darauf verteilen und alles möglichst flach ausbreiten. Dann Eier-Schmand-Mischung daraufgeben und auf kleiner mit mittlerer Hitze stocken lassen. Das kann 10-15 Minuten dauern, dann sieht man auch von oben das sich etwas tut. Ich lasse dann die Frittata vorsichtig auf eine Kuchenplatte gleiten und wende sie damit, indem ich Pfanne und Kuchenplatte zusammen drehe. Von der zweiten Seite braucht die Frittata dann nochmal 3-5 Minuten.

Wer eine ofenfeste Pfanne hat, lässt die Frittata ebenfalls 10 Minuten backen und dann bei 180 °C Umluft nochmal 10 Minuten im Ofen stocken.

Zum Servieren Rosmarinnadeln und Schnittlauch fein hacken und auf der Frittata verteilen.

Die Frittata lässt sich auch super mit Süßkartoffel, Spinat und Frühlingszwiebeln zubereiten.

Herzlichen Dank an den Callwey Verlag, der mir freundlicherweise das Buch zur Verfügung gestellt hat. 

7 comments

  1. Sowohl von dem Buch als auch von der Autorin habe ich noch nie etwas gehört, wie konnte das passieren? Ich muss wohl etwas online stöbern…. 😉

    1. lenasfoodforfriends

      Unbedingt liebe Julia.

  2. Ach, davon hast du mir schon mal erzählt, oder? Es klingt auf jeden Fall echt gut und die Fotos sind so schön! Ich setze es mal auf meine Weihnachtswunschliste 🙂

    1. lenasfoodforfriends

      Ich glaube, das ist ein toller Wunsch!

  3. Das Rezept klingt sehr lecker! Werde ich mal ausprobieren 🙂
    Ich muss gestehen in Kochbücher schaue ich gar nicht mehr so oft, ich bin meistens online unterwegs 😀

    1. lenasfoodforfriends

      Liebe Krissi,
      ich freue mich, wenn du es nachkochst und berichtest 🙂
      Irgendwie kann ich auf das haptische Erlebnis beim Blättern nicht verzichten. Das gefällt mir als Buchliebhaber einfach zu gut.
      Liebe Grüße,
      Lena

  4. Uh- die sieht ja sowas von lecker aus !!! Schwiegermama hat noch Mangold im Garten; die merkt das bestimmt gar nicht, wenn ich was stibitze… Und das Kochbuch muss ich mir unbedingt mal näher anschauen – alleine die paar Seiten, die Du hier zeigst, machen mir den Mund wässrig.

    Ganz lieben Gruß
    Stephie

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