Mangold-Curry mit neuen Kartoffeln oder Rezepte aus dem Saisongarten Teil 3

Mangold-Curry

Ich bin kein großer Kartoffel-Esser. Nudeln, Reis, Brot oder Getreide sind bei mir immer erste Wahl. Als Kind hat mir meine Grundschullehrerin erzählt, dass Pellkartoffeln mit Quark ihr Lieblingsgericht sei. Damals wie heute noch unfassbar für mich. Bei einigen richtig großen Veranstaltungen auf denen ich gearbeitet habe, kochten sich die Köche nur für sich Pellkartoffeln mit Salzbutter, obwohl es ungefähr 20 andere Spitzengerichte gab. Auch mein Vater lässt auf Pellkartoffeln nichts kommen. Vielleicht, weil er schon immer eigene ernten konnte.

Als ich die ersten kleinen Kartoffeln im Saisongarten mit der Grabgabel ausgehoben habe, konnte ich es gar nicht glauben, was für schöne kleine Knollen das sind. Und so langsam verstehe ich immer mehr, warum viele Leute ihre Leibspeise in dieser Einfachheit sehen.

Unsere erste Ernte landet zusammen mit Mangold, der auf einmal wie verrückt wächst, im Curry.

Für 2 Personen

10 kleine neue Kartoffeln

5-6 Blätter Mangold mit Stiel

1 Zwiebeln

1 EL Senfkörner

1 TL Koriandersamen

2 EL Kokosöl

1 EL Curry (ich hab hier das Black Magic Curry von Herbaria benutzt. Der Geschmack kommt von gemahlenem Mohn, schwarzem Senf, schwarzem Sesam, Wachholderberen, Lemongrass und Aubergine – eine unbedingt Kaufempfehlung) ansonsten eignet sich jedes etwas schärfere Currypulver

½ TL Cayennepfeffer

Salz

1 Dose Kokosmilch (400 ml)

Kokosöl bei kleiner Hitze in einem großen Topf zerlassen. Senfkörner und Koriandersamen leicht anschwitzen. Bei zu großer Hitze springen die Senfkörner. Kartoffeln waschen und je nach Größe vierteln oder halbieren. Zwiebel schälen und fein würfeln. Zwiebel in den Topf zugeben und 2-3 Minuten mit anschwitzen. Kartoffeln zugeben und 2 Minuten anbraten. Mit Currypulver und Cayennepfeffer bestäuben und mit Kokosmilch ablöschen, Deckel auflegen und ca. 25 Minuten auf kleinster Hitze köcheln lassen. In der Zeit Mangold waschen und Stiele und Blätter klein schneiden. Nach 25 Minuten eine Kartoffel probieren, sie sollte schon komplett gar sein. Dann Mangold zugeben und weitere 5 Minuten im geschlossenen Topf ziehen lassen. Ganz am Ende mit Salz abschmecken.

Dazu serviere ich eine Zucchini-Raita (ohne Raita ist das Curry vegan)

1 kleine Zucchini ca. 150 g

250 g Naturjoghurt, Sojajoghurt oder Schmand

Salz und Pfeffer

Zucchini grob raspeln und mit Joghurt, Salz und Pfeffer verrühren.

Raita wird traditionell in Indien zu Currys serviert, um die Schärfe etwas abzumildern.

Mangold

6 comments

  1. Ich kann gar nicht so schnell alles nachkochen, es hört sich sooo lecker an

  2. Ich esse tatsächlich auch sehr selten Kartoffeln, obwohl ich sie sehr gerne esse. Mit Butter. Mit Kräuterquark. Gebraten. Ich lebe aber mit einem Herrn zusammen, für den sind Kartoffeln Kriegsnahrung. Hat er so von seiner Oma eingebläut bekommen. Hilft nix, gibts die halt nur, wenn ich alleine bin 🙂

  3. ohhh wie lecker, das würde heute so wunderbar in dieses graue Wetter passen!Leider haben hier alle Läden zu (Feiertag), sonst würde ich direkt los stapfen!Sieht super aus!
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    1. Liebe Krisi,
      zum Glück gibt es noch 1-2 Monate Mangold und Kartoffeln, ich hoffe du findest die Chance, es noch nachzukochen.
      Liebe Grüße,
      Lena

  4. Bin gerade aus Teneriffa gelandet, habe mich dort von diesen wunderbar kleinen Kartoffeln mit Salzkruste ernährt, na ja es gab auch noch andere kleine Tapas, aber diese Kartoffeln mit den tollen Soßen werde ich doch mal mit unseren Kartoffeln aus dem eigenen Garten nachkochen .Es lohnt sich.

  5. […] wächst immer wieder nach, wenn man einige Blätter abschneidet. Ich hab also das ganze Jahr über Mangold-Rezepte und bin deshalb immer auf der Suche nach Inspiration, wie ich diesen verarbeiten kann. (Ihr dürft […]

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