Galaktisches Brot oder wie ich als Kind Focaccia genannt habe

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Als Kind „musste“ ich mit meinen Eltern lange Spaziergänge unternehmen, herumwandern und immerzu zu Fuß gehen. Bis zu einem Alter von 13 fand ich das auch noch ganz toll. Dann aber erst ab 23 wieder. Zehn Jahre dazwischen war weder Spazierengehen noch mit den Eltern spaziergehen angesagt.    

An Wochenenden sind wir damals in nahegelegene Städtchen gewandert, durch den Wald und an Teichen vorbei. Angekommen gab es auch immer Cola zur Belohnung und oft Pizza beim Stammitaliener. Manchmal standen sogar noch sportliche Aktivitäten wie Boule spielen auf dem Programm. Selbstverständlich hatte ich dazu auch eigene bunte Boulekugeln, die jeden Profi vor Neid erblassen lassen. Da gab es dann selbstgemachten Proviant und Getränke aus Kühltaschen. Jedes Mal dabei war auch Focaccia, was wir Kinder damals als galaktisches Brot bezeichnet haben. Galaktisch gut eben.

Den Begriff Focaccia kannte ich damals außerdem noch nicht und er wäre mir eh egal gewesen, eigene ausgedachte Namen mit Geschichte mochte ich schon immer am liebsten.

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Für 2 Personen (mit Tzatziki als Dip)

½ Würfel Hefe

Ca. 150 ml lauwarmes Wasser

200 g Dinkelmehl

150 g Dinkelvollkornmehl

Salz

1 + 3 EL Olivenöl

Salbei, Rosmarin und alle Gewürze und Kräuter, die man mag

Hefe in lauwarmem Wasser auflösen. Mehl, Salz und 1 EL Olivenöl zugeben und gut und lange (mind. 5 Minuten) kneten. Der Teig sollte feucht sein, aber nicht auf der Arbeitsplatte festkleben. Bei Bedarf etwas Mehl zugeben oder mit feuchten Händen arbeiten.

Den Teig dann mindestens 1 Stunde an einem warmen Ort ruhen lassen. Er darf gerne auch länger ruhen, bei mir sogar manchmal über Nacht, wenn ich ihn vergessen hatte.

Auf ein Backpapier legen und schön flach drücken, etwa 1-2 cm hoch und dabei mit den Fingen kleine Mulden in den Teig drücken. Nochmals 10-15 Minuten gehen lassen. Backofen auf 190 Grad vorheizen. Mit Olivenöl einreiben, salzen und mit getrockneten oder frischen Kräutern, die Hitze vertragen, bestreuen. Gut passen auch Prisen von Cayennepfeffer und Chili oder „spicy“ Gewürzmischungen. Ca. 15 – 20 Minuten knusprig backen und dann in dünne Streifen oder Pizzaecken schneiden. Pur oder mit Dip ein galaktischer Genuss der Erinnerungen weckt.

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6 comments

  1. Das sind Erinnerungen, die unser Leben prägen.

  2. Hm lecker und eine schöne Erinnerung;) Mir ging es mit dem spazieren gehen oder wandern übrigens genau gleich. Ich habe es geliebt als Kind, dann laaange gehasst und mittlerweile gehe ich wieder sehr gerne auf lange Spaziergänge=)
    Die Facaccia mit Dinkelmehl klingt genau nach meinen Geschmack!
    Liebe Grüsse,
    Krisi

  3. Allein wegen der Bezeichnung „Galaktisches Brot“ ein Traum, was nur noch dadurch betroffen wird, dass das Brot so aussieht, als mache es seinem Namen alle Ehre! LieGrü, Anja

  4. Ach! Da kommt das galaktische Brot her! Ich dachte schon, das käme aus dem Lateinischen oder sonst wo her, vielleicht von den Wikingern, die sich auf ihren Fahrten mal vertan hätten und in Italien vorbei gekommen wären, oder so… aber das ist natürlich die allerschönste Erklärung, die ich finden konnte <3

    1. Hihi, liebe Julia. Ja Focaccia ist tatsächlich eins meiner allerliebsten Kindheitserinnerungen und kam immer gut an. Deshalb wird deine Variante mit Bärlauch auch diese Woche noch getestet! 🙂

  5. Haha, das mit dem spazieren gehen war bei mir genauso;) Als Kind toll, dann furchtbar und wenn man durch die schlimmste Zeit durch ist wieder super;)
    Das Focaccia sieht sehr lecker aus, davon hätte ich jetzt gerne ein Stückchen;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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