Flammkuchen mit frisch geerntetem Spinat oder Neues aus dem Saisongarten

Spinatflammkuchen

Sonne, Wind, warme Luft, Mücken und Staub, das alles weht uns um die Nase, wann immer wir uns in unserem Garten aufhalten. Ja, es ist nur eine 40 qm große Parzelle, aber es ist Ruhe, Entschleunigung, die Hände in den Dreck stecken, auf Knien herumrobben und Entspannung pur. Auch unser Besuchshund Ben genießt die Grasflächen im Garten. Alle fühlen sich wohl. Leider auch die Wühlmäuse und Ameisen, die unter- und oberirdische Gänge und Straßen anlegen und uns womöglich Radieschen und Karotten wegfressen.

Den Spinat haben sie stehen lassen. Und obwohl meiner nur stellenweise wächst, so lässt er sich bereits ernten und zu wunderbar frischem Essen verarbeiten.

Viel Arbeit hatten wir damit auch nicht, denn er ist recht anspruchslos. Unkraut jäten, gießen und schon sprießt er grün und gesund aus der Erde. So jung wie er jetzt noch ist, kann der Frühlings- und Sommerspinat hervorragend als Salat gegessen werden. Vielleicht mit einem Orangendressing, gerösteten Nüssen und gebackenem Ziegenkäse. Wir mögen ihn am liebsten auf Pizza, Flammkuchen und in Calzone. Weil wir noch viele tolle Foodsharing-Produkte zu Hause hatten, gibt es heute also gleich zwei Versionen von gegrilltem Flammkuchen (den man selbstverständlich auch im Backofen zubereiten kann).

Für 4 kleine runde Flammkuchen

                                                                                                      Zubereitungszeit: 30 Minuten + 1 Stunde Ruhezeit
Teig:
300 g Dinkelmehl Type 630
½ Würfel Frischhefe
Salz
1 TL Essig
2 EL Olivenöl
175 ml lauwarmes Wasser

Belag:
200 g Crème fraîche
1 Knoblauchzehe
Salz
Schwarzer Pfeffer
Muskatnuss
Eine große Hand voll frischem Spinat
2 kleine Rote Zwiebeln, zusammen 100 g
80 g Brie
1 Hand voll Mandelblättchen
150 g Kirschtomaten
80 g Ziegenbrie
Dill
½ Bund Frühlingszwiebeln

Hefe in lauwarmem Wasser auflösen. Mehl mit Salz, Öl und Essig in eine große Schüssel geben und mit Wasser verkneten, bis sich der Teig bindet. Auf der Arbeitsplatte ca. 5 Minuten kräftig kneten. Abgedeckt mind. 1 h ruhen lassen.
Creme fraîche mit einer durchgepressten Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzig abschmecken. Spinat waschen. Tomaten waschen und halbieren. Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Halbringe schneiden. Brie und Ziegenbrie in dünne Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln putzen, waschen und ebenfalls in dünne Ringe schneiden. Mandelblättchen etwas in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Dill waschen und klein zupfen.
Kugelgrill so heiß wie möglich aufheizen, mind. 250 Grad. Den Pizzastein von Anfang an mit in den Grill hineinlegen, dass er sich langsam aufwärmt. Die Glut sollte direkt unter dem Pizzastein liegen. Für die Backofen Variante, diesen auf 220 Grad vorheizen. Dabei auch das Backblech im Ofen vorheizen.
Teig in 4 Teile teilen, und auf gut bemehlter Fläche sehr dünn ausrollen. Mit Crème fraîche bestreichen. 2 Flammkuchen mit roten Zwiebelringen, Spinat, Brie und Mandelbättchen belegen. 2 Flammkuchen mit Tomaten, Zwiebeln, Frühlingszwiebeln und Ziegenbrie belegen. Ca. 10 Minuten auf dem heißen Pizzastein oder im Ofen backen. Tomatenvariante mit Dill bestreuen.

Der Essig im Teig bewirkt eine gewisse Blättrigkeit des Teiges und ist ein echter Geheimtipp.
Babyspinat kann auch frisch auf den Flammkuchen gestreut werden.

Flammkuchen

2 comments

  1. Ein Garten ohne Giersch!!☺??traumhaft

  2. Das mit dem Essig muss ich ausprobieren!!! ?

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