Erntezeit auf lenasfoodforfriends oder Kürbissuppe mit Ajvar

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Dieses Jahr gab es auf meinem Balkon eine Kürbispflanze. Mein Herr Papa hat sie aus winzigen Samen gesät und mir gegeben, als die kleine Pflanze etwa 4 cm groß war. Danach konnte ich ihr fast beim Wachsen zuschauen. Jeden Abend, wenn Anneliese und ich auf dem Balkon gesessen (gegrillt) haben, war unser kleiner Kürbis gefühlte 2 cm gewachsen. Irgendwann war die immergrüne Pflanze schon mehr als 30 cm groß und ich musste sie an unserem Balkon-Regal fest binden, damit sie nicht unter ihrem eigenen Gewicht zusammen gebrochen ist. Als die ersten Blütenkeimlinge kamen, waren wir voller Vorfreude, bald einen kleinen Kürbis entstehen zu sehen, doch aus der wunderschönen Blüte kam kein Kürbis, sie fiel einfach ab. Wir setzten unsere ganzen Hoffnungen in die nächsten Blüten, die bald täglich an der Pflanze wuchsen und sich nach und nach öffneten. Nachdem 6 Blüten abgefallen waren, wurde ich skeptisch und siehe da, mein Kürbis war ein Mann ohne Fortpflanzungsmöglichkeit. Seine Blüten wurden nicht bestäubt und so kamen auch keine kleinen Kürbisse zustande. Da sind Kürbisse eben wie Mann und Frau, ohne einander geht es nicht. Schwer enttäuscht haben wir in der Folge wenigstens die köstlichen Kürbisblüten gegessen. Auch jetzt steht die Kürbispflanze, wieder auf 20 cm Größe geschrumpft, noch immergrün auf unserem Balkon. Kürbisse selbst bekomme ich deswegen auf einem der vielen Bio-Höfe in der Nähe, oder auch mal von Rewe Bio. Daraus zaubere ich gern leckere Suppen oder gare sie im Backofen mit ein wenig Chili zu leckeren Kürbisspalten.

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Für 4 Personen:

1 Hokkaido von ca. 1 kg Gewicht

1 Stange Lauch

1 Knoblauchzehe

500 ml Gemüsebrühe

1 EL Kokosöl (alternativ Olivenöl)

Salz, Pfeffer

2-3 gehäufte EL Ajvar

Kürbis gut waschen, denn beim Hokkaido kann man die Schale mitessen. In ca. 1-2 cm große Würfel schneiden, dabei die Kerne entfernen. Den Lauch von der äußersten Schicht befreien, Wurzeln und grobes Grün abschneiden, dann etwa 0,5 cm dicke Ringe schneiden. Erst dann in einem Sieb waschen, so geht der ganze Schmutz wunderbar ab. Knoblauch schälen und grob würfeln.

Kokosöl in einem Topf erhitzen, Kürbis und Lauch hinzugeben und 2-3 Minuten scharf anbraten. Knoblauch und Gemüsebrühe hinzugeben und ca. 20-25 Minuten köcheln lassen. Der Kürbis soll schön weich sein, wenn man mit einem Messer hineinsticht. Dann beides gut pürieren. Die Masse wird dann noch sehr dickflüssig sein. Man kann entweder mit etwas Gemüsebrühe, mit Milch oder auch ein wenig Sahne verlängern. Ganz nach Geschmack. Einfach so viel Flüssigkeit hinzugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Ajvar einrühren und die Suppe abschmecken, je nachdem wie scharf man es mag, noch etwas hinzugeben. Den letzten Würz-Pfiff mit etwas Salz und frisch gemahlenem Pfeffer geben. Die Suppe kann man mit frischem Basilikum servieren und wenn man möchte auch mit einigen Tropfen Kürbiskernöl.

Man kann sie wunderbar einfrieren und bei Bedarf wieder aufwärmen.

 

2 comments

  1. Halo Lena, ich finde, dass du tolle Ideen hast, was man mit frischen Produkten aus der Region alles zaubern kann. Ich bin selbst ein begeisterter Hobbykoch und schaue immer nach neuen Rezepten. Die Adresse von deiner Seite habe ich von meiner Freundin bekommen, die beim DE arbeitet. Ich lebe im Odenwald und interessiere mich deshalb natürlich auch für die Odenwälder einfache Küche. Da gibt es einiges Erwähnenswertes aus der „guten alten Zeit“, in der die Menschen mit wenig Geld und Lebensmitteln leckere Sachen kreiert haben. Wenn du Interesse hast, stelle ich gerne einmal ein paar typische Odenwälder Rezepte ins Netz!? Vorerst einmal liebe Grüße aus dem schönen Odenwald!
    Jörg

  2. […] letztes Jahr habe ich von meinem missglückten Kürbisziehversuch erzählt. Er stand so wunderbar und stark auf unserem Balkon und trug wunderschöne Blüten. Nur […]

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