#ichbacksmir oder Erdbeer-Biskuitrolle aus meiner Kindheit

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Reinlegen hätte ich mich können, als Kind, in Biskuitrolle mit Erdbeeren. Und zwar nicht nur zur Erdbeerzeit, sondern jederzeit. Winters bis Sommers, Hauptsache cremig und mit vielen Erdbeeren!

Jetzt hab ich sie tatsächlich schon ein paar Jahre nicht mehr gegessen, die Erdbeerrolle. Völlig aus meinem Kuchenkreis verschwunden ist sie. Nun aber, wo ich genauso nah an den Erdbeer- wie an den Spargelfeldern wohne, kam sie mir wieder in den Sinn. Warum also weiter verzichten?

In Hessen ist nämlich offiziell die Saison der Freilufterdbeeren gestartet und ich genieße mein Frühstück sowie meinen Nachtisch aus den süßen roten Früchten. Zusätzlich ruft auch noch die fantastische Clara von Tastesheriff in ihrer tollen #ichbacksmir-Aktion dazu auf, Rezepte mit Erdbeeren zu posten – das lass ich mir nicht entgehen!

Entgegen einiger panischer Erdbeerliebhaber bin ich der Meinung, dass man die Beeren auch erwärmen darf, sollte es dazu den passenden Anlass geben. Und die Biskuitrolle ist mehr als ein passender Anlass.

Leichter Biskuit und frische Creme sind nämlich hervorragende Partner für in Balsamico marinierte Erdbeeren, die dadurch noch viel aromatischer werden.

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Für 1 Biskuitrolle:

Biskuitteig nach Cynthia Barcomi

35 g Mehl

30 g Stärke

1 TL Backpulver

1 Prise Salz

3 Eier

70 g Zucker

1 TL Vanillezucker

1 TL Zitronenschale

45 g zerlassene Butter

25 g Zucker

 

Zusätzlich:

250 g Erdbeeren

2 EL Balsamico

3 EL Zitronensaft

1 EL Zucker

 

200 ml geschlagene Sahne

200 g Mascarpone

250 g Topfen

 

Zunächst den Biskuit vorbereiten. Dazu die drei Eigelb ca. 3 Minuten schnell aufschlagen. Langsam 70 g Zucker einrieseln lassen und weitere 5 Minuten schlagen. Vanillezucker und Zitronenschale unterrühren und alle trockenen Zutaten darüber geben. So lange mit einem Schneebesen unterrühren, bis kein Mehl mehr sichtbar ist, erst dann die zerlassene Butter dazugeben. Die drei Eiweiß steif schlagen und langsam 25 g Zucker einrieseln lassen. Das Eiweiß vorsichtig unterheben. Auf einem Backblech mit Backpapier dünn ausbreiten und ca. 10 Minuten auf 180 Grad backen. Hier ist es wichtig, dass der Biskuit nur so lange drin bleibt, bis er gerade so gut ist, sonst wird er trocken.

Das Geheimnis des Biskuitbodens besteht darin, ihn noch ganz heiß einzurollen. Also dann, wenn er direkt aus dem Ofen kommt. So verhindert ihr, dass sich Risse bilden.

Die Erdbeeren waschen, von den Kelchen befreien und je nach Größe halbieren oder vierteln. In einem kleinen Topf den Saft einer Zitrone (ca. 3 EL), 2 EL guten Balsamicoessig, 1 EL Zucker und die Erdbeeren leicht erhitzen. Die Früchte sollen nur ganz leicht anfangen weich zu werden, keineswegs sollen sie zerfallen. Das dauert höchsten 3-4 Minuten. Vorsichtig in ein Sieb geben und den aufgefangenen Saft erneut in einem kleinen Topf auf die Hälfte reduzieren (auf heißer Flamme einkochen). Die Erdbeeren in eine Schale geben, mit der Reduktion begießen und abkühlen lassen.

Für die Creme 200 g Sahne steif schlagen und mit 200 g Mascarpone sowie 250 g Topfen und 6 EL braunem Zucker mischen.

Der schwierigste Schritt folgt nun, denn ihr müsst die Rolle sicher auf eine Kuchenplatte bekommen. Deswegen legt ihr sie am besten schon vor dem Befüllen so auf die Platte, dass nur das Endstück, das am Ende unten sein soll, aufliegt.

Den abgekühlten Biskuit dünn mit der Creme bestreichen und mit den ebenfalls abgekühlten Balsamico-Erdbeeren füllen. Vorsichtig zu einer Rolle einrollen, von oben mit der restlichen Creme bestreichen und mit einigen Erdbeeren garnieren.

Die Rolle hält sich im Kühlschrank bis zu drei Tagen, wird mit der Zeit aber immer feuchter.

2 comments

  1. Ich liebe Erdbeeren und Biskuitrollen. Leider habe ich mich noch nie an so eine Rolle rangetraut, aber jetzt habe ich ja ein tolles Rezept gefunden. Die wird definitiv nachgemacht.

    Liebe Grüße

    Maike

    1. Liebe Maike,

      das rollen ist mir tatsächlich schwer gefallen, weil ich den Biskuit einfach auf dem Backpapier liegen gelassen habe. Gefüllt konnte ich sie dann natürlich nichtmehr auf die Kuchenplatte legen, deswegen sieht die Rolle auf dem Foto auch katastrophenmäßig aus. Aber schmecken tut sie hervorragend 🙂
      LG Lena

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