Asiatischer Rettichsalat mit Roggenfladen und Granatapfel-Rote-Bete-Dip oder Tschüss Garten, bis zum nächsten Jahr!

Rettichsalat (1 von 1)

Die Zeit im Saisongarten ist vorbei. Die Erde ist umgegraben und ruht sich aus bis zum nächsten Jahr. Vorbei ist auch die Zeit mit gartenfrischem Gemüse, erdverkrusteten Schuhen, vorbei auch die Zeit mit abendlichem Gießen und nachbarschaftlichem Austausch. Vorbei die Zeit mit knackigem Salat, Frühkartoffeln, strahlend buntem Mangold und saftigen Roten Beten. Ich bin ein wenig traurig, einzig die geretteten Rosenkohlpflanzen auf meinem Balkon lassen in der kalten Jahreszeit noch Frühlingsgefühle aufkommen. Verpackt in alte Eimer stehen die ausgebuddelten Pflanzen im Regen und verlieren ihre Blätter. Im Garten hat es Ihnen deutlich besser gefallen.

Nicht nur der Rosenkohl, auch Grünkohl, Lauch und Rettich hätten den kalten Temperaturen getrotzt und weiter fleißig die Fahne im Garten hochgehalten. Zum Glück habe ich früh genug angefangen und konnte das ganze Wintergemüse retten und verarbeiten. Eine ganz schöne Herausforderung bei vier Kilo Rettich, die auf einmal im Küchenwaschbecken liegen und in einer warmen Wohnung nicht gelagert werden können. Es gab hier also diverse Rettichsalate und unseren Favorit möchte ich euch heute vorstellen. Einen asiatisch gewürzten Rettichsalat, mit Sicherheit einen der besten Garanten für erkältungsfreien Winter, verfügt der schwarze Rettich doch über das schwefelhaltige Raphanol mit antibiotischer Wirkung. Bye bye Schleim im Hals und tropfende Nasen, wir haben Rettichpower.

schwarzer Rettich (1 von 1)

Für 2 große Portionen:

Salat:

200 g schwarzen oder weißen Winterrettich

150 g Apfel (z. B. Boskop)

2 Stangen Staudensellerie

1 große Handvoll Petersilie

1 EL schwarzen Sesam

Salz

Pfeffer

Olivenöl

Sojasoße

Limettensaft (ca. 1 Limette)

Honig

Rote-Bete-Dip:

100 g vorgegarte Rote Bete

½ Granatapfel

1 Handvoll Mandeln

1 Knoblauchzehe

Salz

Pfeffer

Olivenöl

Roggen-Fladen:

150 g Dinkelmehl Type 630

150 g Roggenmehl 1150

1 TL Backpulver

1 TL Trockenhefe

70 g Sojajoghurt

1 TL Salz

1 TL Zucker

2 EL Olivenöl

Für die Roggen-Fladen Hefe in 185 ml lauwarmes Wasser einrühren.  Nach 5 Minuten alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig kneten und mindestens 1 Stunde an einem warmen Ort ruhen lassen.

Dann denn Teig in 4-6 kleine Kugeln teilen und auf bemehlter Arbeitsfläche flach drücken. Etwas Olivenöl in Pfanne erhitzen und Fladen nacheinander von beiden Seiten ca. 3 Minuten ausbacken. Unter einem Geschirrtuch halten sie warm.

Für den Dip die Rote Bete 1 cm groß würfeln und in hohen Mixbehälter geben. Granatapfel halbieren, vierteln und dann achteln. So kann man mit den Fingern sehr gut die Kerne herauslösen. Zusammen mit 3 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer, Mandeln und 1 Knoblauchzehe zu der Roten Bete geben und alles fein pürieren. Ggf. mit etwas mehr Olivenöl cremig rühren.

Für den Salat Rettich schneiden und in 2 cm breite Spalten schneiden. Diese Spalten quer in sehr feine Scheibchen schneiden. In einer Schüssel ganz leicht salzen und 15 Minuten stehen lassen. Apfel halbieren, Kerngehäuse entfernen und achteln. Achtel ebenfalls quer in feine Scheibchen schneiden. Staudensellerie waschen und in sehr feine Scheibchen schneiden. Petersilie waschen und grob hacken. Alles zusammen mit Sesam zum Rettich geben und gut mischen. Honig, 2 EL Olivenöl, 2 EL Sojasoße und den Saft der ½ Limette mischen. Salat damit marinieren und ggf. mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Salat mit Dip und Roggenfladen servieren.

4 comments

  1. Was für ein Glück, dass ich am Samstag einen schwarzen Rettich auf dem Markt erstanden habe. Der liegt noch auf dem Balkon und wartet noch auf seinen Einsatz. Aber nicht mehr lange, denn jetzt weiß ich ja, was ich aus ihm machen werde 🙂

  2. Das sieht superlecker aus! Klasse Fotos 🙂
    Liebste Grüße
    Kerstin

  3. Das sieht fantastisch aus! Danke für dieses tolle Rezept 🙂

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