Ananas-Linsen-Curry mit Cashewkernen oder wie ich etwas kochte, was ich nie kochen wollte

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Wann immer ich ein Kochbuch oder ein Kochmagazin durchblättere, gibt es unzählige Gerichte, die mir sofort ins Auge springen. Diese werden mit Post-it’s markiert und nachgekocht (falls ich sie nicht in den Untiefen des Schranks vergesse). Oft schmecken und begeistern mich die Gerichte und ich koche sie immer wieder. Manchmal wird klar, dass der erste Eindruck definitiv der falsche war und ich und Anneliese dem Gericht überhaupt gar nichts abgewinnen können. Diese verschwinden dann gewollt in den Untiefen des Schranks.   

Doch dann gibt es noch diese Gerichte, bei denen mir nie in den Sinn käme, sie nachzukochen. Sie schauen lasch aus oder haben ungeliebte Zutaten, dauern zu lang, sind zu teuer oder werden einfach überblättert. Sie fristen ein oft nicht gerechtfertigtes Dasein in den Untiefen des Schranks.

Das Ananas-Linsen-Curry (aus der köstlich vegetarisch 5/2014), das ich euch heute vorstellen will, ist so ein Gericht. Ananas im Essen muss nicht sein, sage ich und koche weder Toast noch Pizza Hawaii. Das Curry jedoch hat mich umgehauen und seitdem schon mehrmals auf unseren Esstisch gewandert. Noch dazu ist es wirklich sehr schnell gemacht und hat alles, was ein gutes Essen haben muss: frische Zutaten, Würze, Raffinesse und es hinterlässt ein glückliches Gefühl im Bauch.

Ananascurry

Für 4 Personen

150 g Belugalinsen

250 g Basmatireis

75 g Cashewkerne

2 EL Zitronen- oder Limettensaft

Ca. 2 TL Currypulver

150 g Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

400 g Ananasstücke und 200 ml Ananassaft (aus der Dose oder noch besser frisch)

1 EL Kokosöl

200 g Sojasahne

Frischer Koriander

 

Reis nach Packungsanleitung zubereiten. Cashewkerne grob hacken und in einer kleinen Pfanne anrösten. Mit Zitronen- oder Limettensaft ablöschen und 1/2 TL Currypulver sowie etwas Salz dazugeben und gut mischen. Zur Seite stellen. Belugalinsen waschen und nach Packungsanleitung bissfest garen.

Zwiebeln und Knoblauch fein hacken und in Kokosöl anschwitzen. 1 -2 TL Currypulver zugeben und kurz anrösten. Sojasahne zugeben und alles gut verrühren. Ananassaft zugeben und auf kleine Hitze zurückdrehen. Ananasstücke und Linsen zum Curry geben und erwärmen. Mit Salz und eventuell Limettensaft abschmecken. Mit Reis und frischem Koriander servieren.

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4 comments

  1. liebe Lena, wie spannend, dass man dich mit Ananas eigentlich nicht locken kann! Ich hätte das Gericht vermutlich sofort mit einem Post-It markiert und mache das jetzt hier einfach virtuell! 🙂 Das Curry klingt einfach zu gut! Ich hoffe, ich komme demnächst dazu es nachzukochen, dann lasse ich dich wissen, wie es mir geschmeckt hat 🙂 Liebe Grüße und dir eine schöne Woche! Theresa

  2. Hm, sieht das lecker aus. Ich liebe alles mit Ananas und koche gerne damit. Nur kommt es meistens nicht dazu, weil wenn ich dann mal eine Ananas gekauft habe, sie ruck-zuck von mir und meinen Freund schon wieder aufgegessen ist;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi
    http://excusemebutitsmylife.blogspot.com

  3. Liebe Lena!
    Endlich komme ich mal dazu, bei dir ausgiebig vorbeizuschauen 🙂
    Das mit der Ananas, da geht es mir genauso wie bei dir – allein für sich oder zu Süßem esse ich sie liiiiiebend gerne, aber im „echten Essen“, da kann man mich mit jagen.
    Und jetzt lese ich von diesem wunderbaren Curry (Curry koche ich auch viel zu wenig!) und muss sagen.. challenge accepted! Ich setze mal ein Post it. Wird nachgekocht!
    Ganz liebe Grüße aus München!
    Vivi

  4. […] gemerkt, dass ich mich mit dieser Einstellung oft täusche. Zum Beispiel bei diesem köstlichen Ananas-Linsen-Curry, das mich davon überzeugt hat, das warme Ananas super lecker sein kann. Und auch mit vielen […]

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